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Fast 22 Prozent Unterschied

Deutsche Frauen verdienen ein Fünftel weniger als die Männer

In Deutschland ist das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern so groß wie in keiner anderen Industrienation Europas. Eine vollbeschäftigte Frau mit mittlerem Einkommen verdient hierzulande fast 22 Prozent weniger als ein Mann, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Montag in Berlin mitteilte. Auch bei der Frauenquote in Führungspositionen sei Deutschland im europäischen Vergleich weit abgeschlagen.

Die Lohndifferenz der Geschlechter lag im Durchschnitt aller 34 Industrieländer der OECD bei 16 Prozent. Die geringsten Unterschiede hatten Norwegen und Belgien, wo Frauen nur rund 9 Prozent weniger verdienen als Männer.

Während in Deutschland noch nicht einmal vier Frauen auf 100 Vorstandsposten kommen, liegt die Frauenquote in Aufsichtsräten von Unternehmen im OECD-Mittel bei immerhin 10 Prozent. Deutschland ist damit der OECD zufolge neben der Tschechischen Republik und den Niederlanden Schlusslicht in Europa.

Den höchsten Anteil von Frauen in Chefsesseln erreichte laut OECD Norwegen, das bereits 2006 eine Frauenquote von 40 Prozent eingeführt hatte. Auch in Schweden, Frankreich, Finnland und der Slowakei sei der Anteil von Frauen im Top-Management mit 15 bis 20 Prozent relativ hoch.

Inzwischen versuchen eine Reihe von Ländern, den Anteil von Frauen in Führungspositionen gesetzlich zu regeln. In Deutschland ist eine gesetzliche Frauenquote innerhalb der schwarz-gelben Regierungskoalition aber heftig umstritten. Während Politikerinnen der Union solche Pläne befürworten, erteilt die FDP diesen Vorhaben eine klare Absage.

(dapd )


 


 

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