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Anti-Piraterie-Mission

Fregatte "Köln" kehrt von "Atalanta"-Einsatz zurück

Nach ihrem Einsatz bei der EU-geführten Anti-Piraterie-Mission "Atalanta" kehrt die Fregatte "Köln" am 9. Dezember in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurück.

Musikalisch empfangen vom Marinemusikkorps Nordsee wird das Schiff dann am Vormittag im Marinestützpunkt festmachen.

Im August hatte es an den Kaianlagen an Heppenser Groden zunächst "Leinen los" für die "Köln" geheißen. Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Christopher Karow (44) rund mit rund 220 Besatzungsmitgliedern begann dann die Fahrt ins Einsatzgebiet am Horn von Afrika. Im Hafen von Djibouti hatte Fregattenkapitän Kurt Leonards (43) das Kommando über das Schiff übernommen.

Mehrere Piraten-Mutterschiffe aufgebracht

Mehr als 75 Prozent ihres Einsatzes verbrachte die "Köln" nach Marine-Angaben zur Auftragserfüllung auf See. Zur Nachversorgung wurde neben der Hafenstadt Djibouti auch der Hafen von Mombasa (Kenia) angelaufen. "Hinter uns liegt ein ereignisreicher Einsatz," resümiert Leonards. 

Die "Köln" brachte während ihres Einsatzes demnach vor der somalischen Küste mehrere Mutterschiffe der Piraten auf. Von diesen aus starten die Seeräuber in der Regel ihre Operationen mit wendigen Schnellbooten. Sie sind daher im Schiffsverkehr und räumlich nur schwer auszumachen. Insgesamt 42 Piraterieverdächtige wurden an der Küste den somalischen Behörden zur Ermittlung übergeben. Bei den Seepatrouillen kam das Boarding-Team der "Köln" sieben Mal zum Einsatz, um durch Durchsuchen von Booten Piraterieverdächtige zu überführen.

Sechs solcher Boote wurden von der "Köln" versenkt. Zwei von Piraten festgenommene jemenitische Geiseln wurden mit ihrem Boot sicher wieder an Land gebracht. Darüber hinaus rettete die Besatzung der "Köln" im Oktober fünf in Seenot geratene Fischer im Indischen Ozean, fand aber auch im November zwei verdurstete Seeleute auf einem Fischerboot östlich der somalischen Küste.

Fregatten der "Bremen"-Klasse werden ab 2016 ersetzt

Im November verließ die "Köln" das Einsatzgebiet am Horn von Afrika wieder und begab sich auf den Heimweg nach Wilhelmshaven. Nun freuen sich die Besatzungsmitglieder darauf, im Kreise ihrer Angehörigen Weihnachten zu feiern.

Wermutstropfen: Zum 31. Juli 2012 wird die im Jahr 1984 in Dienst gestellte Fregatte "Köln" als erstes Schiff der "Bremen"-Klasse (F 122) außer Dienst gestellt.  Die Fregatten der "Bremen"-Klasse sind mittlerweile fast drei Jahrzehnte im Dienst der Marine. Ab dem Jahr 2016 sollen neue Schiffe der "Baden-Württemberg"-Klasse (Klasse F 125) die Fregatten der "Bremen"-Klasse ersetzen.

(Redaktion)


 


 

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