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Für Frieden und gegen Atomkraft

Hunderte bei Ostermärschen in Bremen, Oldenburg und Osnabrück

Am Karsamstag nahmen in der Weser-Ems-Region hunderte Menschen an den traditionellen Ostermärschen teil. Die diesjährigen Themen des Marsches der Friedensbewegung umfassten neben dem Eintreten gegen Rüstungsexporte in Krisengebiete und dem Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan, auch die Forderung nach einem Ausstieg aus der Atomkraft. Beim Marsch in Bremen wurde darüber hinaus Position gegen Neonazi-Aufmärsche bezogen. Hier soll Anfang Mai ein Kongress der rechten Szene stattfinden.

Zur Teilnahme an den Ostermärschen aufgerufen hatten in der Weser-Ems-Region u.a. die Osnabrücker Friedensinitiative (OFRI), das Oldenburger Bündnis für den Frieden und in Bremen die dortige Friedenskooperative.

Ursprünge in den 1950er Jahren

Der Ostermarsch hat seine Ursprünge in den Aktionen britischer Atomwaffengegner in den 1950er Jahren. Sie demonstrierten nach den verheerenden Auswirkungen der Atombomben-Abwürfe über Hiroshima und Nagasaki für nukleare Abrüstung in dem damals noch tobenden Konflikt zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion. Zu Beginn der 1960er Jahre erreichte die Ostermarschbewegung auch Kontinentaleuropa und Deutschland. Nach einem nachlassenden Interesse erreichten die Ostermärsche ihren zweiten Höhepunkt schließlich zwischen den Jahren 1979 bis 1983, als Zehntausende gegen die Stationierung von atomaren Mittelstreckenraketen protestierten (NATO-Doppelbeschluss).

Neben dem Themen Afghanistan und Rüstungsexporte stand bei den in diesem Jahr bundesweit mehr als 70 Ostermärschen allerdings auch  die Situation in Libyen mit auf der Agenda. Im Land liefert sich der Machthaber Muammar al-Gaddafi erbitterte Schlachten mit seinem Volk, gegen das er eine Söldner-Armee einsetzt. Unlängst kündigte US-Präsident Barack Obama den Einsatz von Kampfdrohnen gegen die überlegenen Bodentruppen des libyschen Staatschefs an. Dort hält das Blutvergießen an.

In der Tradition der Ostermärsche machten die Teilnehmer auch wieder auf das Eingreifen mit Mitteln der zivilen Konfliktbearbeitung und forderen humanitäre Hilfen und die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen.

Gegen Atomkraft

Zum 25. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl und unter dem Eindruck des schweren Atomunfalls in Fukushima wurde bei den Kundgebungen auch der Ausstieg aus der Kernenergie hervorgehoben. Mit dem Motto "AKWs abschalten - Atomwaffen abschaffen!" richteten sich die Aktivisten dabei sowohl gegen die zivile als auch die militärische Nutzung der Kernkraft.

(Onur Yamac)


 


 

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