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Lingen / Landkreis Emsland

RWE will Gaskraftwerk mit Millioneninvestition wirtschaftlicher machen

Im Jahr 2009 ist am Kraftwerksstandort Lingen eine erste "Optimierungsleitung" in Betrieb gegangen. Die bestehende 15 Kilometer lange Leitung sol nach RWE-Angaben bald um weitere 13 Kilometer erweitert werden. Eine Optimierung ergibt sich dabei für das Gaskraftwerk Lingen insbesondere im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit.

Durch die schlaufenförmig angelegte Leitungen kann der benötigte Brennstoff Gas nach Angaben des Energiekonzerns RWE unabhängig von der Stromerzeugung, flexibler und damit kostengünstiger am Markt angekauft und dann dort wie in einer Art Depot eingelagert werden. Bei Bedarf wird das eingelagerte Gas dann vom Gaskraftwerk abgerufen. Das senkt die Kosten des laufenden Kraftwerksbetriebs. Eben dieser Vorteil soll laut RWE zukünftig auch für die noch im Bau befindlichen Vorschaltgasturbinen und die bestehenden Lingener Bestandsanlagen nutzbar gemacht werden. Dazu ist nach Angaben des Konzerns geplant, das Arbeitsgasvolumen der Leitungen auf über zwei Millionen Kubikmeter zu erhöhen.

Gaskraftwerke können Stromlücken ausgleichen

"Unsere Gaskraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von 1.900 Megawatt leisten einen wesentlichen Beitrag, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu unterstützen", so RWE-Power-Vorstand Prof. Dr. Jäger über die Anlagen. Tatsächlich können die Gaskraftwerke, die sich auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Emsland befinden, innerhalb kürzester Zeit Stromlücken ausgleichen, die beispielsweise entstehen, wenn der Wind ausbleibt und Windkraftanlagen keinen Strom liefern. Ansonsten würde eine Stromlücke entstehen, die zwangsläufig zu einem Stromausfall führen würde.

765 Rohre müssen verlegt werden

Auf dem Areal der bestehenden Leitung wird nach RWE-Angaben das Baufeld im Zuge der Baurbeiten ab dem Frühjahr 2011 in Richtung der vorhandenen Armaturstation erweitert. Um die notwendige Speicherkapazität erreichen zu können, müssen laut RWE 765 Rohre mit einem Durchmesser von 1,4 Metern zu einer 13 Kilometer langen Einheit zusammengeschweißt werden. Nach Abschluss der Arbeiten soll der neue Leitungsabschnitt angebunden werden. RWE rechnet im Jahr 2012 mit der Inbetriebnahme.

(Redaktion)


 


 

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