Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
Studie

Ohne Ölpreisbindung wäre Gas nur halb so teuer

Wären die Gaspreise in Deutschland nicht an den Ölpreis gekoppelt, könnten Verbraucher von sehr viel niedrigeren Preisen profitieren. Das ist das Resultat einer am Dienstag vorgestellten Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney.

Von Roman Keßler

Derzeit koste Flüssiggas im freien Handel die Hälfte weniger als Gas aus an den Ölpreis gekoppelten Importverträgen. Wenn der Gaspreise in den kommenden Jahren kräftig steige, werde das nicht am Gas, sondern an der Preisbindung zum Öl liegen.

Bei Gas allein rechneten die Unternehmensberater mit einem eher moderaten Anstieg der Preise für die Endkunden. Die Steigerung werde sich in den nächsten drei Jahren auf fünf bis zehn Prozent summieren.

Nord-Stream-Pipeline könnte zu Gas-Überschuss führen

Die am Dienstag eröffnete Nord-Stream-Pipeline könnte zu einem Überschuss an Gas in den kommenden Jahren führen. Als Begründung führte A.T. Kearney an, dass derzeit mehrere Pipelines in Richtung Europa gebaut würden und viele Terminals für Flüssiggas entstünden.

"Kann Europa ohne Nord Stream leben? Wahrscheinlich ja", sagte der Experte der Unternehmensberatung, Kurt Oswald. Ab 2015 könne man wegen der vielen Importe von einer "Gasblase" sprechen. A.T. Kearney rechne konservativ und sage bis 2020 eine Steigerung der Pipeline-Kapazitäten um zwei Drittel voraus. Bei Flüssiggas sei eine Verdopplung bis Ende des Jahrzehnts wahrscheinlich. "Vor diesem Hintergrund sollten geplante Investitionen in den Importinfrastruktur kritisch überprüft und im Zweifel" verschoben werden, sagte A.T. Kearney Partner Florian Haslauer.

(dapd )


 


 

Flüssiggas
Nord-Stream-Pipeline
Pipelines
Steigerung
Gaspreise

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Gas" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: