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Tarifkonflikt mit der GDL

Privatbahnen schlagen GDL Schlichtung vor

Im Streit um bundesweit einheitliche Tarifregelungen für Lokführer haben die Privatbahnen NOB, Metronom, Cantus und HEX der Gewerkschaft GDL eine Schlichtung vorgeschlagen.

"Bislang sind all unsere Forderungen nach Verhandlungen ohne Vorbedingungen von der Gewerkschaft ignoriert worden. Wir möchten jetzt endlich mittels einer Schlichtung Bewegung in die festgefahrene Situation bringen", sagte die Geschäftsführerin der Nord-Ostsee-Bahn (NOB), Martina Sandow, am Montag in Kiel. Ähnlich äußerte sich der Geschäftsführer des HarzElbeExpress (HEX), Andreas Putzer, in Halberstadt.

Cantus-Geschäftsführer Andreas Ortz sagte in Kassel: "Unser Ziel ist es, auf dem Verhandlungswege eine Lösung zu erreichen. Wir fordern deshalb die GDL auf, gemeinsam mit uns in eine Schlichtung mit einem neutralen Moderator zu gehen."

In einem Schreiben der beiden Metronom-Geschäftsführer Wolfgang Birlin und Heinrich Strößenreuther an den GDL-Chef Claus Weselsky heißt es: "Wir verbinden mit einem Schlichtungsverfahren ... die Hoffnung, bald zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung zu kommen."

GDL kündigt Verschärfung des Arbeitskampfs an

Am Sonntagabend hatte die GDL eine Verschärfung der seit Wochen andauernden Streiks bei privaten Eisenbahngesellschaften angekündigt. Zwar gebe es bereits für 95 Prozent aller Lokführer in Deutschland tariflichen Rahmenregelungen, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Norbert Quitter, in Frankfurt am Main. "Für den Rest müssen wir nun aber die Bandagen härter ziehen, sonst kommen wir auf keinen grünen Zweig."

Bei der Cantus Verkehrsgesellschaft in Nordhessen befinden sich die Lokführer seit dem frühen Montagmorgen im Ausstand. Seit Sonntagmittag bestreikt die GDL bereits die Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG) und seit Samstagmorgen die Veolia Verkehr Sachsen Anhalt (Harz-Elbe-Express). Beim HEX wurde der Ausstand am Montag um 8.30 Uhr wieder beendet. Der Betreiber wollte nach eigenen Angaben schnellstmöglich wieder nach dem Regelfahrplan verkehren.

Am Montagmorgen hatte die GDL auch bei der Metronom-Gesellschaft einen erneuten, drei Tage dauernden Streik beendet.

Die GDL Nord entgegnete, den Vorschlag einer Schlichtung prüfen zu wollen. Allerdings sehe die Gewerkschaft derzeit "keinen Handlungsstand, der eine Schlichtung rechtfertigt", sagte der GDL-Nord-Vorsitzende Lutz Schreiber auf dapd-Anfrage.

(dapd )


 


 

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