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Bedrohung auf Mobilgeräten nimmt zu

Resignation angesichts der ständigen Gefahren des Internets

Die ständigen Warnungen vor den Gefahren des Internets gehen den Menschen offenbar zunehmend auf die Nerven. Es gebe "eine Art digitale Resignation", stellte Candid Wüest von der Sicherheitsfirma Symantec am Dienstag auf der Computermesse Cebit in Hannover fest. Sie betrifft vor allem PC-Nutzer, Mobilgeräte sind davon bislang noch verschont. Dies aber vielleicht nur, weil die meisten Nutzer sich "der Gefahren aber schlicht nicht bewusst" sind, was auch "ziemlich beunruhigend ist", sagte Wüest.


Dabei wird immer wieder vor einer Zunahme der Gefahren gerade für Nutzer des Mobilfunksystems Android gewarnt. Die Steigerungsraten bei den Schadprogrammen seien enorm, berichten alle Sicherheitsfirmen übereinstimmend. Hinzuzufügen wäre aber, dass es in absoluten Zahlen immer noch deutlich weniger Schadprogramme für Android als für PCs gibt. Laut Symantec sind es derzeit etwa 3.600, die Sicherheitsfirma zählte bislang insgesamt 10.000 in zehn Jahren Mobilfunk-Evolution. Was sollen PC-Nutzer da sagen? Laut der Sicherheitsfirma G Data gab es nur im vergangenen Jahr mehr als 2,5 Millionen neue Schädlinge.

Da eine Abwehr gegen solche Angriffe immer schwieriger wird, kann die neue Virenschutz-Software von G Data auch bislang unbekannte Trojaner erkennen, die Online-Bankkunden bedrohen. So soll Online-Banking deutlich sicherer werden.

Nicht Viren und Trojaner, sondern Verlust und Diebstahl sind nach Ansicht des Computer-Sicherheitsexperten Jan Volzke die größte Sicherheits-Bedrohung für Smartphones und Tablet-Computer. Jedes Smartphone oder Tablet sei bei weitem sicherer als ein PC, sagte der Experte des Sicherheitsunternehmens McAfee der Nachrichtenagentur dapd kurz vor Beginn der Cebit in Hannover. "Das schlimmste, was einem heute passieren kann - und was auch am häufigsten passiert - ist, dass man das Gerät verliert", sagte Volzke. "Egal wie sich die Sicherheitswelt entwickelt, das wird für immer und ewig ein Problem bleiben."

Angesichts der Vielzahl von Gefahren aus dem Internet müssen sich Regierungen und Unternehmen gemeinsam den Herausforderungen stellen. Das größte Gefahrenpotenzial gehe dabei von Cyber-Terroristen aus, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Sicherheitsfirma Kaspersky, Eugene Kaspersky, am Dienstag auf der Computermesse Cebit in Hannover. Im schlimmsten Fall könnten durch Internetangriffe Kraftwerke oder ganze Verkehrssysteme lahmgelegt werden. Aber die Regierungen hätten begonnen, das ganze Ausmaß des Problems zu erkennen, sagte Kaspersky. Denn eine Verteidigung gegen Cyber-Terrorismus gebe es nicht. Da sei größere internationale Kooperation gefordert, um dem etwas entgegenzusetzen.

(dapd )


 


 

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