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Ostrhauderfehn / Landkreis Leer

Millionenschaden: Explosion im "Elysee Palast" ist ein Kriminalfall

Die Explosion des Wohn- und Geschäftskomplexes "Elysee Palast" in der ostfriesichen Gemeinde Ostrhauderfehn ist das Werk von Brandstiftern. Das teilte die Polizei in Leer am Dienstag offiziell mit. Auch die Schadenshöhe zeichnet sich inzwischen immer mehr ab.

Am frühen Montagmorgen hatte gegen 2:19 Uhr eine Explosion die Gemeinde erschüttert (business-on.de berichtete). In einem Gewerbegebiet an der Hauptstraße in Ostrhauderfehn flogen in der Folge Trümmerteile in verschiedene Richtungen und richteten dort weiteren Schaden an Gebäuden und abgestellten Fahrzeugen an. Mehrere Bewohner von im rückwärtigen Teil des Gebäudekomplexes liegenden Mietwohnungen kamen mit dem Schrecken davon. Sie entgingen nur knapp einer Katastrophe.

Rund 100 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren am Montagmorgen  im Einsatz, Mitarbeiter des Oldenburger Energieversorgers EWE drehten die Gaszufuhr zum Gebäude ab.

Gasexplosion wird ausgeschlossen

Zunächst wurde eine Gasexplosion nicht ausgeschlossen. Hinweise auf Lecks im EWE-Gasnetz fanden sich jedoch nach ersten Vor-Ort-Prüfungen nicht. Auch von mehreren Personen, die sich  rasch vom Tatort entfernten,war in örtlichen Medien, wie dem Rhauderfehner "General-Anzeiger" mit Berufung auf Augenzeugen die Rede. Letztere Spur scheint sich nun nach einer durchgeführten Begehung und Spurensicherung durch Beamte der Kriminalpolizei und einen Brandsachverständigen zu bestätigen. Der Brandort war für Zwecke der Spurensicherung zuvor eigens eingezäunt worden, um Unbefugte vom Gelände fern zu halten.

Nach Angaben von Polizeisprecher Dirk Fey stellten sowohl Fahnder, wie auch Brandsachverständige im Ergebnis fest, dass die Explosion und der anschließende Brand unter Zuhilfenahme von Brandbeschleunigern vorsätzlich herbeigeführt worden ist. Eine Gasexplosion wird demnach ausgeschlossen. Zur Vorfallszeit sind nach Feys Angaben am Tatort Personen gesehen worden, die sich schnell entfernten. Ob diese Personen auch mit der Tat in Zusammenhang stehen, sollen nun weitere Ermittlungen klären. Da durch die Explosion auch Nachbargrundstücke, -gebäude und abgestellte Fahrzeuge beschädigt wurden, wird der Gesamtsachschaden nach ersten Schätzungen die Millionengrenze übersteigen.

(Redaktion)


 


 

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