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Theater Bremen

Generalintendant Frey wird 2010 abgelöst

Die Spekulationen über eine mögliche Ablösung des Generalintendanten des Theaters Bremen, Hans-Joachim Frey, bestätigten sich am Montag. Frey wird auf eigenen Wunsch seinen Vertrag vorzeitig zur Jahresmitte 2010 beenden.

„Ich bin sehr gerne in Bremen und freue mich auch auf die nächste Spielzeit“, sagte Frey, aber: „Im Sinne einer Gesamtverantwortung ist im Sommer mein Entschluss gereift, der Stadt aus persönlichen Gründen eine vorzeitige Beendigung des Vertrages zum 31. Juli 2010 anzubieten.“ Damit wolle er dem Theater einen geordneten Übergang und einen aktiven Neuanfang ermöglichen, so Frey weiter, der zahlreiche Neuerungen in Bremen durchgesetzt hatte. Dazu zählten die erfolgreichen Open-Air-Aufführungen der Seebühne Bremen, die Einrichtung der ersten bundesdeutschen Theatergalerie oder auch die Vereinbarung zahlreicher Kooperationen. Auch konnten durch seine Aktivitäten die Sponsoreneinnahmen des Theaters stark vermehrt werden, wird einhellig hervorgehoben.

Böhrnsen: Theater- Konsolidierung hat Priorität

Der Senator für Kultur und Aufsichtsratsvorsitzender des Theater Bremen, Bürgermeister Jens Böhrnsen, begrüßte den Schritt von Hans-Joachim Frey: „,Marie Antoinette’ war ein künstlerisch erfolgreiches Musical. Es hat leider nicht das Ergebnis erzielt, das wir alle erwünscht und erwartet haben. Da nun zur Konsolidierung des Theaters eine deutlich veränderte Schwerpunktsetzung nötig ist, haben wir dieses Angebot angenommen.“

Frey selbstkritisch

Hans-Joachim Frey zeigte sich zufrieden mit dem künstlerischen Erfolg des von ihm initiierten Musical-Projektes „Marie Antoinette“ im Musical-Theater, nicht aber mit dem finanziellen Ergebnis. "Diese Produktion konnte nicht die erwarteten Einnahmen einspielen. Neben ungünstigen äußeren Bedingungen haben sich leider auch Schwächen in der Durchführung des Projekts gezeigt. So ist es nicht gelungen, die Theater-Gesellschaft weiter zu sanieren, sondern es entstand ein zusätzliches Defizit," so der amtierende Intendant. Um dem Theater mit einem neuen Konsolidierungskonzept einen alsbaldigen Neuanfang zu ermöglichen, hat Frey der Gesellschaft nach eigenen Angaben die vorzeitige Beendigung seines Vertrages angeboten. Frey soll Bremen jedoch weiterhin als künstlerischer Leiter der Seebühne erhalten bleiben, heißt es.

(Redaktion)


 


 

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