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Dax mit leichten Gewinnen nach nervösem Geschäft

Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag nach einem nervösen Geschäft mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Händler sprachen von Unsicherheit vor dem Dreijahrestender der Europäischen Zentralbank am Mittwoch. Erst der Anstieg der US-Börsen im frühen Geschäft zog den Markt nach oben und erlöste ihn so von zeitweiligen Verlusten. Der Dax stieg um 0,6 Prozent oder 38 Zähler auf 6.888 Punkte.


Für Verunsicherung sorgten auch Äußerungen von Finanzminister Wolfgang Schäuble, wonach Europa einen Austritt Griechenlands aus dem Euro hinnehmen würde. Außerdem kündigte die Regierung Irlands ein Referendum über die Annahme des europäischen Fiskalpakts an. Die Unsicherheit spiegelte sich auch in den mäßigen Umsätzen wider. Umgesetzt wurden an Dax-Titeln rund 148,8 Millionen Aktien im Wert von rund 2,92 Milliarden Euro. Am Vortag waren es noch 169,0 Millionen Aktien.

Neue Konjunkturdaten aus den USA fielen uneinheitlich aus, wobei die guten Nachrichten aber überwogen. Die US-Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter verfehlten die Erwartungen, während die Daten zum US-Verbrauchervertrauen überzeugten. "Die verbesserte Stimmungslage der Verbraucher stimmt zuversichtlich, dass die Konsumtätigkeit im Verlauf des ersten Quartals robust bleibt," betonte Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba.

Gute Daten gab es auch aus Europa. Das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum stieg im Februar zum zweiten Mal in Folge. "Die Indikatoren machen Hoffnung, dass der Euroraum in konjunktureller Hinsicht das Schlimmste überstanden hat. Sie zeigen aber auch, wo der Schuh drückt. Während die Lage in der Industrie, die stärker als andere Sektoren in die Weltwirtschaft eingebettet ist, schneller gedreht hat als erwartet, hinken die mehr binnenwirtschaftlich orientierten Sektoren hinterher", meinte Volkswirt Heinrich Bayer von der Postbank.

Die Kursveränderungen der meisten Einzelwerte bewegten sich in einem engen Rahmen. Bayer-Aktien fielen um 0,1 Prozent auf 55,84 Euro. Der Chemie- und Pharmakonzern hatte 2011 einen bereinigten operativen Gewinn von 7,613 Milliarden Euro erzielt. Das waren 65 Millionen Euro weniger, als Analysten im Konsens erwartet hatten. Die Papiere von Heidelbergcement verteuerten sich um zwei Prozent auf 40,25 Euro. Sie profitierten von guten Geschäftszahlen des irischen Baukonzerns CRH.

Die Aktien der Hannover Rück fielen um 1,7 Prozent auf 41,85 Euro. Der französische Broker Exane BNP hatte die Aktie des Rückversicherers abgestuft. Der angeschlagene Solarzellenhersteller Q-Cells kommt mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm voran. Eine Gläubigerversammlung beschloss die Stundung einer zum Ende des Monats fälligen Anleihe . Die sehr volatile Aktie zog um 3,3 Prozent auf 0,31 Euro an.

Der Eurolegte bis zum Abend (18:15 Uhr) gegenüber dem Vortag um 0,4 Prozent auf 1,3452 US-Dollar zu. Die Europäische Zentralbank hatte den Euro-Referenzkurs zuvor sogar bei 1,3454 US-Dollar festgesetzt.

Quelle: Dow Jones Newswires

(dapd )


 


 

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