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Skurriles rund um die Geschichte des Telefons

Die Geschichte des Telefons ist reich an skurrilen Anekdoten. Nachstehend eine Auswahl, sortiert nach Geschichten aus der Historie, von Prominenten und aus der heutigen Zeit.

Von Julia Becker

Die ersten Sätze, die Philipp Reis am 26. Oktober 1861 in sein "Telephon" gesprochen haben soll, lautete: "Die Sonne ist von Kupfer" und "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat."

Das erste deutsche Telefonbuch wurde auch "Buch der Narren" genannt. Es erschien am 14. Juli 1881 in Berlin mit dem Titel "Verzeichniss der bei der Fernsprecheinrichtung Betheiligten" und enthielt 187 Einträge zu 94 Personen.

Die erste serienmäßige Telefonzelle wurde 1904 von der damaligen Reichspost in Berlin aufgestellt. Eine Erfolgsgeschichte - bis sich das Mobiltelefon durchsetzte: 1989 gab es in Deutschland rund 162.000 Telefonzellen, 2009 waren es nur noch etwa 94.000.

Das erste richtige Handy war länger als eine DIN-A4-Seite. Es kam im Juni 1983 auf den Markt. Mit 800 Gramm wog das Motorola Dynatac 8000x, genannt "der Knochen", so viel wie eine Flasche Wasser. Bereits nach einer halben Stunde Sprechzeit war sein Akku leer.

Das erste mobile Telefon fürs Auto war alles andere als handlich. Das Hauptgerät musste im Kofferraum untergebracht werden und wog 16 Kilo.

Die weltweit erste SMS wurde am 3. Dezember 1992 verschickt. 2011 werden die Deutschen voraussichtlich mit 46 Milliarden Kurznachrichten für einen neuen SMS-Rekord sorgen.

Die bundesweit einheitliche Notrufnummer der Polizei - die 110 - wurde 1973 eingeführt. Vorher musste man die unterschiedlichen Rufnummern der örtlichen Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes kennen, um im Notfall Hilfe herbeirufen zu können.

Die automatische Vermittlung erfand ein misstrauischer Bestattungsunternehmer. Almon Strowger argwöhnte, die Damen in der Vermittlungsstelle seiner Heimatstadt würden Anrufe von Hinterbliebenen bevorzugt an die Konkurrenz weiterleiten. Deshalb entwickelte er den Hebdrehwähler - Basis für die ersten automatisch arbeitenden Telefonvermittlungsstellen.

Das "Rote Telefon", Symbol für die Kommunikation zwischen Moskau und Washington während der Zeit des sog. "Kalten Krieges", gab es als solches nicht. Um gefährliche Missverständnisse beim Simultandolmetschen auszuschließen, wurde keine direkte Sprechverbindung zwischen den Staatsoberhäuptern der beiden Supermächte installiert, sondern lediglich eine Fernschreibverbindung.

Prominente und das Telefon

Die Diva Marlene Dietrich war eine echte Dauertelefoniererin. Sie soll es in den 70er-Jahren nach Aussage ihres Enkels auf Telefonrechnungen in Höhe von monatlich 3.000 Dollar gebracht haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schreibt SMS-Textnachrichten nicht nur während Sitzungen, sondern auch zu Hause beim Kochen, wie sie 2004 in der Sendung "Johannes B. Kerner" gestand. Die Handy-Mailbox bleibt bei der Bundeskanzlerin hingegen abgeschaltet - das Abhören der Nachrichten dauere ihr zu lange.

Telefonnutzung heute

Zum Jahreswechsel 2010/2011 wurden fast 70 Millionen SMSallein im Netz der Deutschen Telekom verschickt. An einem normalen Tag sind es um die 35 Millionen.

Zehn Prozent der Paare in Deutschland halten nach Angaben der Telekom werktags nur über Telefon, SMS, Chat und E-Mail Kontakt, weil sie in einer Fernbeziehung leben.

2011 werden weltweit voraussichtlich über 1,4 Milliarden Handys im Wert von 174 Milliarden Euro verkauft.

(dapd )


 


 

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