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  • 13.07.2011, 13:22 Uhr
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  • München/Aschaffenburg
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Betrugsverdacht

Hedgefonds-Manager Kiener erweitert Geständnis

Der Aschaffenburger Hedgefonds-Manager Helmut Kiener hat im Prozess wegen Betrugs in Millionenhöhe sein Geständnis erweitert. Grund für die von ihm eingeräumten Taten sei auch "die Aufrechterhaltung der eigenen finanziellen Existenz" gewesen, sagte der 52-Jährige am Dienstag vor dem Würzburger Landgericht.

Die Staatsanwaltschaft legt ihm zur Last, seine Anleger durch monatlich gefälschte Kontoauszüge und Finanz-Statements über den Wert seiner K1-Fonds getäuscht zu haben. Laut Anklage haben knapp 5.000 Anleger und drei Banken insgesamt 345 Millionen Euro verloren, weil Kiener Verluste verschleierte und hohe Gewinne vorspiegelte. Auch seine Mitarbeiter in Vertrieb und Buchhaltung hätten mitgemacht, "weil jeder seine eigene finanzielle Existenz retten wollte".

Buchhaltungsfirma mit beteiligt

Rechtsanwalt Claus Z., der im "System Kiener" als Mitarbeiter einer Buchhaltungsfirma für die monatlichen Abrechnungen und den Schriftverkehr mit den Anlegern verantwortlich war, hat inzwischen ebenfalls ein Geständnis abgelegt: "Ich sehe ein, dass ich für die erheblichen Vermögensverluste der Anleger mitverantwortlich bin", sagte der Jurist. Er habe schon frühzeitig "erhebliche Zweifel an der Rechtschaffenheit von Herrn Kiener" gehabt.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Kieners Verteidiger haben weitere Erklärungen zur Sache angekündigt.

(dapd )


 


 

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