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Ausweitung kommende Woche

Gewerkschaft droht mit weiteren Streiks am Frankfurter Flughafen

Ein Ende des Frankfurter Flughafen-Streiks ist nicht abzusehen: Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) droht mit einer Ausweitung des Arbeitskampfes in der kommenden Woche.

Von Caroline Schulke

Die Tarifgegner warfen sich am zweiten Streiktag in Folge gegenseitig mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Wenn es zu keiner Einigung mit dem Flughafenbetreiber Fraport komme, gebe es bei Länge und Taktung noch Luft nach oben, sagte GdF-Bundesvorstandsmitglied Markus Siebers am Freitag.

Rund 200 Mitarbeiter auf dem Vorfeld legten derweil um 08.00 die Arbeit nieder. Sie wollten für 14 Stunden streiken. Für das Wochenende gab die GdF Entwarnung: Samstag und Sonntag werde mit großer Sicherheit nicht gestreikt, sagte Siebers.

Fraport solle mit der Ruhephase die Gelegenheit bekommen, die eigene Position zu überdenken, sagte der Gewerkschafter. Im Moment sehe es aber nicht danach aus. Die GdF will weitere Streiks jeweils 24 Stunden im Voraus ankündigen. Siebers zeigte sich mit dem bisherigen Streikverlauf zufrieden. Ziel sei nicht, den Flughafen komplett lahmzulegen.

280 Flüge annulliert

Fraport-Sprecher Mike Schweitzer drängte die GdF zur Rückkehr an den Verhandlungstisch. "Wir haben deutlich gemacht, dass wir gesprächsbereit sind", sagte er. Dazu müsse aber die Gewerkschaft zu Kompromissen bereit sein, was nicht zu sehen sei. Eine Klage gegen den Streik stehe derzeit aber nicht an, sagte der Sprecher. "Wir behalten uns die Prüfung und Geltendmachung juristischer Schritte weiterhin vor."

Nach Fraport-Angaben wurden für Freitag über 280 der geplanten 1.300 Flugbewegungen annulliert. Lufthansa strich nach eigenen Angaben 125 Flugpaare, also 250 Flüge. Das wirkt sich bis Samstag aus. Für den Tag wurden bereits einige Lufthansa-Flüge annulliert. Betroffen sind Kurz- und Mittelstrecken. Langstreckenflüge sollten planmäßig stattfinden.

Am Donnerstag waren nach Angaben von Fraport 172 Flüge ausgefallen, rund 30 Prozent des geplanten Pensums. Auch für Freitag ging der Flughafenbetreiber davon aus, dass mindestens die Hälfte des Flugverkehrs aufrechterhalten werden könne.

Bahn profitiert vom Streik

Die GdF will Fraport mit den Streiks zur Annahme eines Schlichterspruchs im Tarifstreit zwingen. Die Gewerkschaft fordert drastische Lohnsteigerungen für die kleine, aber mächtige Beschäftigtengruppe. Das Vorgehen sorgt insbesondere bei Arbeitgebern und großen Gewerkschaften für Kritik. So forderte etwa der Flughafenverband ADV, Spartengewerkschaften in die Schranken zu weisen.

Viele Passagiere steigen unterdessen auf die Bahn um. An den betroffenen Bahnhöfen seien zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz, sagte ein Bahnsprecher. Züge würden bei Bedarf verlängert.

(dapd )


 


 

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