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Gründung einer Limited

Konzerne können Gewinne und Verluste nun besser steuerlich verrechnen

Die Bundesregierung erleichtert Unternehmen die steuerliche Verrechnung von Verlusten und Gewinnen. Dadurch sinkt in vielen Fällen die gesamte Steuerlast. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" hat das Bundesfinanzministerium eine entsprechende Anweisung an die Finanzverwaltung mit sofortiger Wirkung herausgegeben.

Gründet ein deutscher Konzern etwa eine britische Limited (Definition der Rechtsform: Limited (Ltd.)) in London, die aber ihre Geschäftsleitung in Deutschland hat und hier auch wirtschaftlich aktiv ist, darf der Konzern mögliche Verluste dieser Tochter nun mit Gewinnen der Muttergesellschaft verrechnen. Mit diesem Schritt komme das Finanzministerium einer Forderung der Wirtschaft entgegen.

EU-Kommission leitete Vertragsverletzungsverfahren ein

Das Ressort von Wolfgang Schäuble (CDU) handele allerdings nicht aus eigenem Antrieb. Die EU-Kommission hatte bereits 2008 ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Das Finanzministerium wollte mit seinem Erlass einer Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof zuvorkommen. Brüssel ist der Auffassung, dass es gegen die Niederlassungsfreiheit in Europa verstößt, wenn Deutschland Unternehmen die Verlustverrechnung verwehrt, die in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gegründet wurden und in der Bundesrepublik aktiv sind und Steuern zahlen. Dieses Problem sei jetzt gelöst.

(dapd )


 


 

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