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Nachhaltige Einkaufspolitik bei Fisch

Bünting-Gruppe bei Greenpeace-Ranking ganz vorne mit dabei

Mit Einkaufsrichtlinien für Fisch und Meeresfrüchte haben Deutschlands Supermarktketten und Discounter auf die anhaltende Überfischung der Weltmeere reagiert. Auch die Bünting-Gruppe aus dem ostfriesischen Leer ist in der Spitzengruppe der Einzelhandelsunternehmen mit nachhaltigem Fischbezug vertreten.

Von Jana Werner

"Ein Fortschritt bei Nachhaltigkeit, Kennzeichnung und Transparenz ist deutlich sichtbar", sagte Greenpeace-Meeresexpertin Iris Menn am Mittwoch in Hamburg bei der Vorstellung des Supermarkt-Rankings der Umweltschutzorganisation. Es gebe gute Ansätze, wenngleich keines der Unternehmen bereits auf einem "guten Standard" sei.

Seit 2007 bewertet Greenpeace die Einkaufspraxis von 15 deutschen Handelsunternehmen bei Fisch und Meeresfrüchten. Untersucht wird, welche Vorgaben sich die Unternehmen geben und wie sie diese umsetzen. Ein nachhaltiger Fischeinkauf sowie eine verbesserte Kennzeichnung und Rückverfolgung der Produkte können laut der Umweltschutzorganisation gegen die Überfischung der Meere helfen.

Das mittlerweile fünfte Greenpeace-Ranking führt erneut die Supermarktkette Kaufland an, gefolgt vom ostfriesischen Unternehmen Bünting (Combi, Famila Nordwest) und Norma. Deutliche Verbesserungen zeigen sich den Angaben zufolge bei Kaiser's Tengelmann, Metro Cash & Carry, Aldi Süd und Aldi Nord.

Lediglich Netto Markendiscount mache als einziges Unternehmen seine Einkaufspolitik nicht öffentlich zugänglich, bei allen anderen sei die Richtlinie für den Verbraucher im Internet zugänglich, sagte die Greenpeace-Aktivistin.

Keine Supermarktkette erreicht Bestnote in allen Kriterien

Die abgefragten Kategorien Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung der Produkte, Sozialstandards und Transparenz seien inzwischen Bestandteil der supermarkteigenen Richtlinien geworden, sagte Menn. Kein Unternehmen sei mehr im roten Bereich. "Wir haben einen Meilenstein erreicht", fügte sie hinzu. Allerdings gebe es "noch kein Unternehmen mit einer grünen Bewertung".

Greenpeace unterscheidet zwischen den Farben rot (schlechter Standard), orange (gute Ansätze erkennbar) und grün (guter Standard). 2011 erhielten alle 15 Unternehmen die Gesamtbewertung orange.

Handel reagiert schneller als Politik

Neben dem Handel und den Verbrauchern sei auch die Politik gefordert, wenn es um den Schutz der Fischbestände geht, erklärte Greenpeace. Die "Gemeinsame Fischereipolitik" in der EU habe versagt. Die EU-Kommission habe 2008 eingestehen müssen, dass 88 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände in EU-Gewässern überfischt seien. Die sei ein Resultat der riesigen Überkapazität der EU-Flotte und ihrer zerstörerischen Fangmethoden.

Die bisherigen Reformansätze seien am Widerstand von EU-Mitgliedern wie Spanien und Frankreich gescheitert. Greenpeace forderte die Bundesregierung auf, sich für den Abbau der Überkapazitäten der EU-Fischereiflotte einzusetzen und den Handel zu unterstützen.

(dapd )


 


 

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