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Tarifkonflikte im öffentlichen Dienst

Politologe warnt vor "Spiel ohne Grenzen"

Die Tarifkonflikte im öffentlichen Dienst sind nach Einschätzung von Politikwissenschaftler Nils Diederich ein altbekanntes Gesellschaftsspiel mit festen Regeln. "Das ist ein geregelter Kampf wie bei einem Ritterturnier. Es ist eine Art Spiel, ein förmliches Ritual", sagte der Professor von der FU Berlin in einem dapd-Interview. "Auch das Publikum weiß das."

Zum "Spiel ohne Grenzen" dürfe das Kräftemessen zwischen Gewerkschaften und öffentlich Arbeitgebern aber nicht werden, warnte der Politologe: "Die Grenze ist da erreicht, wo das Publikum allzu sehr belästigt wird." Gerade bei Streiks von Spartengewerkschaften wie jenen von Lokführern oder Fluglotsen könne dies schnell passieren.

Hinzu komme, dass die Öffentlichkeit gerade bei Streiks im öffentlichen Dienst "gar nicht begeistert" sei. "Da weiß man, das sind eigentlich gesicherte Arbeitsplätze", sagte Diederich. "Sicher gibt es da eine Solidarität, aber diese ist nicht so ausgeprägt, als wenn in irgendwelchen Industrien gestreikt wird." Daher seien die Gewerkschaften jetzt gut beraten, bei den Arbeitsniederlegungen Augenmaß zu beweisen.

(dapd )


 


 

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