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Großübung in Emden

Auf der "MS Ostfriesland" wurde am Wochenende der Ernstfall geprobt

Am Samstag fand an Bord der Auto- und Personenfähre MS „Ostfriesland“ eine Großübung statt. Übungsszenario war nach Angaben von Reederei-Sprecherin Corinna Habben eine Kollision mit einem entgegenkommenden Autotransporter auf der Ems.

Das von der Reederei AG Ems aus Emden betriebene Fahrgastschiff war laut Übungsszenario mit 119 Statisten und 9 Personen Besatzung von Emden nach Borkum unterwegs. Bei dem geprobten Ernstfall musste sich die Besatzung zunächst um die Erstversorgung imaginärer Verletzter sowie die Sicherung des Schiffes kümmern. Im selben Zug wurde die  Brandbekämpfung an Bord geübt.

Das havarierte Schiff unter der Führung von Kapitän Bernd Ramm  steuerte unmittelbar nach der simulierten Kollision mit einer Autofähre die in der Nähe liegende Landemole "Knock" an, damit die Erreichbarkeit für Feuerwehr und Rettungskräfte gewährleistet war. Bei der Revierzentrale des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden ging zugleich über Funk ein Notruf der Schiffsbesatzung ein. Wenig später richtete die AG Ems an ihrem Hauptsitz am Borkumkai im Emder Außenhafen einen Krisenstab ein. Auch einen Mitarbeiter entstandte man dort zum Havaristen.

Mobilen Behandlungsplatz aufgebaut

Die schließlich eintreffenden Einsatzkräfte von Feuerwer und Rettungsdienst leiteten nach ihrem Eintreffen an der Landemole Knock umgehend den Aufbau eines mobilen Behandlungsplatzes  ein, um vor Ort die Versorgung der womöglich großen Anzahl von Verletzten sicherstellen zu können. Zugleich wurde mit der Evakuierung der Passagiere vom Fahrgastschiff begonnen. Auch Schiffsbrandbekämpfungstrupps der Feuerwehr Emden gingen an Bord, um ein simuliertes Feuer im vorderen Bereich der "MS Ostfriesland" zu bekämpfen.

Ebenfalls mit in die Übung einbezogen waren das Rettungsboot „Jan en Titia Visser“ aus dem niederländischen Eeemshaven und der auf Borkum stationierte Rettungskreuzer "Alfred Krupp" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

„Dies war die größte Rettungsübung, die Rettungsdienst und Sanitätsdienst in Emden seit Jahren absolviert haben." (Harald Wiers, Rettungsdienst der Stadt Emden)

Ziel der Übung: Mögliche Schwachpunkte erkennen

„Wie wichtig eine gute Zusammenarbeit mit externen Rettungskräften ist, kann man am effizientesten an solch einer komplexen Havarieübung proben. Da kommt es auf eine gute Koordination an, um schnell entsprechende Hilfemaßnahmen einleiten zu können,“ so AG Ems-Sicherheitsbeauftragter und Kapitän Udo Schipper, der die Großübung am Wochenende koordinierte. „Wir wollen erkennen, wo Schwachpunkte liegen und was wir verbessern können,“ so der Sicherheitsbeauftragte weiter. „Die Übung hat gezeigt, dass wir als Reederei auf solche Schadensfälle gut vorbereitet sind. Und auch die Schnittstellen mit den weiteren Rettungseinheiten aus dem Bereich der Emsmündung haben gut funktioniert,“ sagt er.

„Dies war die größte Rettungsübung, die Rettungsdienst und Sanitätsdienst in Emden seit Jahren absolviert haben. Aus der Übung konnten umfangreiche Erkenntnisse für den Umgang mit einem sogenannten Massenanfall von Verletzten gesammelt werden.“, so Harald Wiers, Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Emden. Insgesamt nahmen nach seinen Angaben rund 330 Personen an der Übung teil, darunter auch 75 Reservisten.

(Redaktion)


 


 

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