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Wirtschaftsförderung

Gründungsboom chinesischer Firmen hält an

Zum chinesischen Neujahrsfest stellt die NRW.INVEST GmbH auf der Grundlage eigener Recherchen und in Abstimmung mit den Wirtschaftsförderungen vor Ort die aktuelle Entwicklung der chinesischen Firmen am Standort Nordrhein-Westfalen im Jahr 2008 vor. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Firmen aus der Volksrepublik China auch im Jahr 2008 wieder deutlich von 460 auf 600 erhöht. Dies ist eine Steigerung um 30 Prozent. Im Jahr 2003 waren es noch 100 chinesische Unternehmen, die in Nordrhein-Westfalen ihren Sitz hatten.

„Nordrhein-Westfalen hat in den letzten fünf Jahren deutlich an Attraktivität für Investitionen aus China gewonnen und entwickelt sich somit zu einem der wichtigsten Standorte für chinesische Unternehmen in Europa“ betont NRW.INVEST Geschäftsführerin Petra Wassner. Die Top-Zentren für chinesische Investitionen sind weiterhin die Regionen Düsseldorf, Köln und der Niederrhein. Knapp 75 Prozent der Firmen haben hier ihren Sitz. Mit rund 38 Prozent liegt Düsseldorf immer noch deutlich an der Spitze, vor Köln mit rund 25 Prozent und dem Niederrhein mit rund 23 Prozent. Aber auch das Ruhrgebiet holt mit 9,4 Prozent auf.

NRW.INVEST siedelte 2008 60 Firmen aus China an. Gut 1/3 der Investoren stammen aus den Ballungszentren rund um Shanghai und Peking, aber auch aus entfernteren Provinzen wie Chongqing. So siedelte sich das Unternehmen Lifan Europe GmbH, Tochterunternehmen des chinesischen Technologie-Konzerns mit weltweit ca. 12.000 Mitarbeitern, in Neuss an. Motorrad- und Automobilbau zählen zu den Kerngeschäftsfeldern des Konzerns. Seit dem Frühjahr 2008 werden von Neuss aus Motorräder in ganz Europa vertrieben.

Der chinesische Baumaschinenproduzent Sany Heavy Industry Co., Ltd., der vor allem Baumaschinen wie Autobetonpumpen, Anhängerbetonpumpen, Kräne, Straßenbaumaschinen und Hafenmaschinerie produziert, errichtete am Standort Köln seine Europazentrale, die Sany Germany GmbH. Konsequent baut SANY sein Engagement in Europa aus, indem es 100 Millionen Euro in den neuen Standort Bedburg/Bergheim Mühlenerft in Nordrhein-Westfalen investiert.

Gründe für Nordrhein-Westfalen als Standort sind die zentrale Lage in Europa, die gute infrastrukturelle Anbindung, das Angebot qualifizierter Arbeitskräfte und das gut ausgebaute Netzwerk chinesischer Unternehmen.

China entwickelt sich für Nordrhein-Westfalen zu einem wichtigen Wirtschaftspartner: Insgesamt 20,3 Milliarden Euro betrug das Handelsvolumen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Volksrepublik im Jahr 2007. Davon entfielen 6,5 Milliarden Euro auf Exporte aus Nordrhein-Westfalen und 13,8 Milliarden Euro auf Importe nach Nordrhein-Westfalen. 

(Redaktion)


 


 

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