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Grüne wollen Ausweitung

Air-Berlin-Turbulenzen fachen Diskussion um Luftverkehrssteuer an

Die schlechten Geschäftszahlen von Air Berlin haben eine neue Debatte um die Luftverkehrssteuer ausgelöst. Der Flughafenverband ADV forderte die Rücknahme diese Steuer. Die Grünen im Bundestag plädierten dagegen für die Ausweitung und eine ökologische Komponente.

Die Steuer beträgt zwischen 8 und 45 Euro pro Passagier je nach Entfernung. Sie bringt dem Bundeshaushalt rund eine Milliarde Euro pro Jahr. Der scheidende Air-Berlin-Chef Joachim Hunold hatte am Donnerstag die hohen Verluste seiner Gesellschaft im ersten Halbjahr unter anderem mit der Steuer begründet, die seit 1. Januar gilt.

Die Bundesregierung habe mit der Abgabe "den Wachstumsmotor Luftfahrt" abgewürgt, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe). Tausende Arbeitsplätze bei Flughäfen und Fluggesellschaften seien gefährdet.

Grüne: Luftverkehr hoch subventioniert

Für die Grünen-Fraktion verlangte ihr Verkehrspolitiker Stephan Kühn "dringend Nachbesserungen". Dazu gehörten weitergehende Ausdifferenzierungen der Abgabe nach Streckenlängen, die Einbeziehung der Frachtflüge sowie eine "Ausgestaltung mit weit höheren Sätzen als bisher".

Nach Auffassung der Grünen ist der Luftverkehr in Deutschland hoch subventioniert. "So gehen beispielsweise durch den Verzicht auf die Mehrwertbesteuerung von Auslandsflügen jährlich sieben Milliarden und durch den Verzicht auf eine Kerosinsteuer weitere 700 Millionen Euro an Steuereinnahmen verloren", argumentierte Kühn.

(dapd )


 


 

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