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Landesgrundstücksmarktbericht

Grundstückspreise in Niedersachsen bleiben stabil

Dies geht aus dem jetzt von Innenminister Schünemann vorgestellten Landesgrundstücksmarktbericht 2009 hervor. Insgesamt wechselten im vergangenen Jahr demnach in Niedersachsen 495 km² für 11,4 Milliarden Euro ihren Besitzer.

Registriert wurden im Jahr 2008 etwa 88.000 Kaufverträge, so der Innenminister, diese sei rund ein Prozent weniger als im Jahr 2007. Die Preisentwicklung der Grundstücke sei allerdings auch stark von der Region, in der sie in Niedersachsen lägen, abhängig. "Insgesamt stellen die Immobilien in Niedersachsen aber weiterhin eine stabile Investition dar, was auch durch günstige Marktkonditionen unterstützt wird", so der Innenminister. Fast zwei Drittel der Kaufverträge entfielen auf Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Kosten für Neubauten sind nach dem Bericht um knapp zwei Prozent gestiegen, der Preis für etwa zehn Jahre alte Häuser ist jedoch konstant geblieben, während der Preis für 50 Jahre alte Gebäude um zwei Prozentpunkte zurückgegangen ist.

Hannover Preisprimus, Lüchow-Dannenberg Schlusslicht

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus kostete laut Bericht in Niedersachsen 138.000 Euro, am günstigsten waren sie hierbei im Landkreis Lüchow-Dannenberg mit 83.000 Euro, während man in Hannover mit 254.000 Euro rechnen muss. Ähnlich ist die Entwicklung bei Reihenhäusern oder Doppelhaushälften, insgesamt sind die Preise von Wohneigentum um drei Prozent gestiegen und haben damit wieder das Niveau der Jahre 2004 und 2005 erreicht. Der Preis eines Bauplatzes mittlerer Lage beträgt im Landesdurchschnitt 89 Euro/m² (Vorjahr: 90 Euro/m²) einschließlich der Erschließungskosten . Wohnbauland kostet zwischen 19 Euro/m² in Randlagen des Landkreises Lüneburg sowie im Landkreis Lüchow-Dannenberg und 350 Euro/m² in der Landeshauptstadt Hannover. Für den durchschnittlichen Wohnbauplatz haben sich die Preise in den meisten Gemeinden kaum verändert. Dort wo Preisänderungen eingetreten sind bewegen sich diese zwischen - 11 Prozent in der kreisfreien Stadt Wilhelmshaven und bis zu + 13 Prozent im Landkreis Osterholz, der zum Einzugsgebiet Bremens zählt.

Wirtschaftskrise auch im Immobilienmarkt spürbar

Landwirtschaftlich genutzte Flächen waren auch im vergangenen Jahr sehr gefragt, ihr Anteil an der Gesamtzahl der Immobilienverträge ist abermals, dieses Mal um elf Prozent, angestiegen, was sich auch auf den Quadratmeterpreis Ackerland (von 1,51 Euro auf 1,63 Euro) auswirkt. Auf die Veräußerung von Mehrfamilienhäusern, Geschäfts- und Verwaltungsgebäuden und sonstigen Gebäude entfallen rd. 1,6 Mrd. Euro (2007: 3,5 Mrd. Euro), das entspricht etwa nur noch 14 Prozent (2007: 25 Prozent) des gesamten Geldumsatzes auf dem Immobilienmarkt in Niedersachsen, insbesondere Portfolieverkäufe und Transaktionen von Großinvestoren haben infolge der Finanzmarktkrise zu dieser rückläufigen Entwicklung beigetragen.

(Redaktion)


 


 

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