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Gute Ernte, hohe Preise

Getreideknappheit auf den Weltmärkten

Mit dem kommenden Wochenende soll die Getreideernte in Deutschland weitgehend abgeschlossen sein. Der Verband Deutscher Mühlen (VDM) rechnet in diesem Jahr mit einer Brotgetreideernte von 25,9 Millionen Tonnen, davon 22,5 Millionen Tonnen Weizen und 3,4 Millionen Tonnen Roggen.

"Die Ernte wird besser ausfallen als im letzten Jahr, als wir unter schlechtem Wetter litten", sagte der VDM-Vorsitzende Hans-Christoph Erling am Donnerstag in Berlin. Die Mühlen erwarteten ordentliche Qualitäten beim Brotgetreide. In Regionen, in denen Fröste die Getreidebestände stark geschwächt hätten, würde die Qualität aber deutlich abfallen.

Die Getreidepreise in Deutschland erreichten indes neue Spitzenwerte. 250 Euro je Tonne notierten die deutschen Produktenbörsen derzeit im Schnitt für einfachen Mahlweizen. "Noch nie haben wir zur Erntesaison so ein hohes Preisniveau gesehen", sagte Erling. Hintergrund sei die Knappheit von Getreide auf den Weltmärkten. Derzeit reichten die Vorräte noch 69 Tage.

Ob die hohen Getreidepreise Preiserhöhungen bei Brot und Brötchen nach sich ziehen würden, liege im Ermessen der Bäcker. "Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass die Bäcker das wegstecken können", sagte Erling auf dapd-Nachfrage. Die Mühlen könnten Kostensprünge von 50 Euro je Tonne Weizen und Roggen nicht mehr auffangen und hätten bereits mit Preissteigerungen begonnen.

(dapd )


 


 

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