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Erdbeben auf Haiti

Raumfahrtwissenschaftler unterstützen Katastrophenhelfer

Raketen transportieren Satelliten in den Orbit. Manchmal kommen die High-Tech Himmelskörper auch aus dem Nordwesten. Die Effekte auf den Bürger nehmen wir auf der Erde jedoch nur selten wahr, obwohl jedermann spätestens beim Einschalten des Fernsehers davon profitiert. Auch bei der derzeitigen Krise in Haiti hilft wieder die Raumfahrt.

"Schon kurz nach dem Erdbeben, das sich am 12. Januar 2010 um 21.53 Uhr Weltzeit (16.53 Uhr Ortszeit) ereignete, lösten die Vereinten Nationen (UN) den so genannten 'Charter Call' aus", berichtet Dr. Tobias Schneiderhan vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). 

Kartenmaterial: Erster Überblick für Bergungsteams

In Deutschland werden die dann für diesen Fall hergestellten, satellitenbasierten Karten beispielsweise vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn abgefragt. Von hier erreichen die Informationen dann unter anderem Hilfsorganisationen wie das Technische Hilfswerk (THW) oder das Deutsche Rote Kreuz, damit deren Bergungsteams ohne lange Suche vor Ort geeignete Plätze zur Installation von Wasseraufbereitungsanlagen oder mobilen Krankenhäusern finden können.

"Wir müssen möglichst schnell allgemein verständliches Kartenmaterial zur Verfügung stellen, damit die Helfer im Katastrophengebiet wissen, wo überhaupt noch Straßen befahrbar sind, wo Häuser stehen, wo Freiflächen wie etwa große Parkplätze oder Stadien sind." (DLR-Wissenschaftler Dr. Tobias Schneiderhan)

"Wir müssen möglichst schnell allgemein verständliches Kartenmaterial zur Verfügung stellen, damit die Helfer im Katastrophengebiet wissen, wo überhaupt noch Straßen befahrbar sind, wo Häuser stehen, wo Freiflächen wie etwa große Parkplätze oder Stadien sind, die beispielsweise für Soforthilfe-Einrichtungen genutzt werden können", erklärt DLR-Wissenschaftler Schneiderhan. Kartenamterial wie beispielsweise "Google Maps" ist in diesem Fall nicht aktuell genug und deshalb im Katastrophenfall nur wenig aussagekräftig.

Satellit von EADS-Astrium liefert Daten

In den vergangenen Tagen haben nach DLR-Angaben rund 25 Wissenschaftler im Mehr-Schicht-Betrieb an der Erstellung von Karten gearbeitet. Die Daten liefert der vom DLR entwickelte und seit 2007 betriebene Radarsatellit TerraSAR-X. Gebaut wurde er von EADS-Astrium.

(Redaktion)


 


 

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