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Auch Hapag-Lloyd in den roten Zahlen

Preiskampf drückt Gewinn der Reederei Maersk ins Minus

Ein beinharter Preiskampf hat der größten Containerreederei der Welt 2011 umgerechnet 400 Millionen Euro Verluste beschert. Ein Jahr vorher hatten die Linienschiffe des dänischen Unternehmens A.P. Moller-Maersk noch mehr als 1,9 Milliarden Euro Gewinn eingefahren. Auch im laufenden Jahr rechnet die Reederei trotz höherer Nachfrage mit roten Zahlen im Containergeschäft. Allerdings erzielte der Mischkonzern mit der Förderung von Öl und Gas und anderen Nebengeschäften Gewinne, wie A.P. Moller-Maersk am Montag in Kopenhagen mitteilte.

Unter dem Strich stand ein um 36 Prozent gefallener Nettogewinn von 2,5 Milliarden Euro bei einem um zwei Prozent gestiegenen Umsatz von 43 Milliarden Euro. Maersk und andere Containerreedereien versuchen zurzeit, Preiserhöhungen im Markt durchzusetzen. Mit 254 eigenen und 391 gecharterten Schiffen ist Maersk die größte Linienreederei der Welt.

Nach Ansicht von Branchenkennern hatten Maersk und die weltweit zweitgrößte Reederei MSC Anfang vergangenen Jahres einen Preiskampf ausgelöst, um den Markt zu bereinigen. Die Folge waren hohe Verluste. Offenbar kommt dieser ruinöse Wettbewerb aber an ein Ende: Nach verschiedenen Presseberichten steigen die Preise für den Containertransport wieder.

Auch die größte deutsche Linienreederei Hapag-Lloyd lag 2011 in den roten Zahlen: Nach Angaben des zuständigen ver.di-Sekretärs Dietmar Stretz betrug der Verlust 26 Millionen Euro nach Steuern. 2010 verdiente die Reederei noch mehr als 400 Millionen Euro. Endgültige Zahlen will Hapag-Lloyd am 22. März vorlegen.

(dapd )


 


 

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