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Milchbauern

Hilflos in Brüssel

Wie verzagt, wie hilflos. Die fruchtlosen Brüsseler Gespräche der EU-Agrarminister bringen die Milchbauern keinen Deut weiter. Fakt bleibt, dass die Milchtüte im Supermarktregal derzeit zu billig ist, um den Landwirten ein existenzsicherndes Einkommen zu bieten. Wer soll von einem durchschnittlichen Erzeugerpreis von 24 Cent pro Liter oder gar unter 20 Cent wie in Norddeutschland leben?

Um die Milch-Malaise zu meistern, müssten die EU-Minister an einem Strang ziehen. Genau das Gegenteil geschieht. Die Niederlande etwa versprechen sich durch einen freien Milchmarkt möglichst großen Absatz. Agrarministerin Aigner hingegen hängt alten Idealen an und wirbt für höhere Einlagerungspreise bei Butter und Magermilchpulver.

Milchbauern werden wieder streiken

Eben dies ist die falsche Strategie. Die Milchseen und Butterberge von einst sollten Warnung genug sein. Lagerware, die in einen sich wieder erholenden Markt drängt, zöge überdies die Preise wieder herunter. Was die Politik nicht schafft, gelingt aber womöglich den Milchbauern im europäischen Verbund. Das kann auch einen neuen Milchstreik bedeuten.

(Redaktion)


 


 

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