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Hintergrund

Das Friedenslicht aus Betlehem

In jedem Jahr wählt der österreichische Fernsehsender ORF ein außerordentlich sozial engagiertes Kind aus. Dieses reist dann nach Jerusalem, und darf in Betlehem (Westjordanland) das Friedenslicht entzünden und nach Wien bringen. Nach einer zentralen Aussenedungsfeier werden dann vor Ort Pfadfinder aktiv und tragen die Flamme in alle Winkel Europas und sogar bis nach New York.

In diesem Jahr war die kleine Christina die Auserwählte. Abgeholt hat sie es das Licht dennoch nicht selbst in den palästinensischen Autonomiegebieten. Hintergrund ist die erneut angespannte Lage in Nahost. "Angesichts des Krieges der dort herrscht, war das die sicherste Lösung”, so der Vorsitzende der Österreichischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Daher entzündete in diesem Jahr ein Kind aus Bethlehem vor Ort alleine das Licht in der Geburtsgrotte Jesu Christi, welches später mit einer Maschine von Austrian Airlines nach Österreich gebracht wurde. Hier fand auch in diesem Jahr wieder die zentrale Aussendungsfeier statt.

Wien: Licht an Pfadfinder-Delegationen übergeben

Das Friedenslicht aus Betlehem wurde schließlich am 3. Advent in Wien an Pfadfinder-Delegationen aus ganz Europa übergeben. Sie machten sich mit dem Zug und dem Licht auf den Weg zu den hunderten dezentralen Aussendungsfeiern in ihren Heimatregionen. Die Deutsche Bahn (DB) hatte für die Friedenslicht-Aktion auch in diesem Jahr eigens eine Ausnahmegenehigung erteilt und ein „Merkblatt für Reisende mit Friedenslicht“ herausgegeben, um den sicheren Transport in Personenzügen sicherzustellen. Die Flamme wurde wieder in einem brandsicheren Metallbehälter transportiert.

Seit 2011 leuchtet auch in New York jährlich ein Friedenslicht. Ein Licht wurde daher zeitgleich zur Abreise der europäischen Delegationen von Austrian Airlines nach New York ausgeflogen. Dort wurde die Flamme zunächst am Ground Zero, dem Ort der Anschläge vom 11. September 2001, aufgestellt. Danach organisierten die Boy Scouts of America von New York aus eine Verteilung des Friedenslichts in Richtung der amerikanischen Westküste. Seitdem leuchtet das Friedenslicht auch dort in zahlreichen Städten und Gemeinden.

Auch in Afghanistan kam das Friedenslicht im Jahr 2013 an. Nach der Übergabe in einer Kapelle am Flughafen Köln-Wahn, wurde das Friedenslicht am 17. Dezember mit einem Luftwaffen-Airbus an den Hindukusch ausgeflogen.

Frieden im eigenen Umfeld schaffen

Das Friedenslicht aus Betlehem soll daran erinern, dass sich die Menschen für den Frieden einsetzen müssen. Alle sind aufgefordert, in ihrem Bereich und in ihrem Leben Frieden zu schaffen. Durch die Weitergabe des Lichtes sollen nationale Grenzen, Religionen und Kulturen überwunden und dabei eine Verbindung zwischen den Menschen geschaffen werden.

Pfadfinderinnen und Pfadfinder tragen es in Familien, in Kirchengemeinden, in Krankenhäuser und in Schulen, in Vereine und in Verbände, in öffentliche Einrichtungen und in Altersheime, in Minsterien und zu den Obdachlosen, in benachbarte Moscheen und Synagogen. Das Licht kommt zu Menschen, die im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens stehen – und zu denen am Rande.

An der seit 1986 vom österreichischen Sender ORF initiierten Aktion beteiligen sich Pfadfinder aus ganz Europa und aus Übersee.

Aktualisiert: 28.12.2012

(Redaktion)


 


 

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