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Deutsche AIDS-Stiftung

73.000 Menschen in Deutschland leben mit HIV - Zahl der Neuinfektionen gesunken

AIDS und HIV verschwinden zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Daher bleibt der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember als Tag der Solidarität mit HIV-infizierten und aidskranken Menschen so wichtig. Rund 73.000 Menschen leben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Deutschland mit HIV - so viele wie nie zuvor.

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist nach Schätzungen des RKI in diesem Jahr auf 2.700 (3000 in 2010) gesunken. Aufgrund neuer Therapien können viele HIV-positive Menschen besser und länger leben, viele von ihnen leiden jedoch unter Begleiterkrankungen der Infektion und Nebenwirkungen der Medikamente. Hinzu kommen häufig finanzielle Probleme aufgrund des Arbeitsplatzverlustes und Diskriminierungserfahrungen.

Zahlreiche Betroffene benötigten Unterstützung und wendeten sich mit der Bitte um Hilfe an die Deutsche AIDS-Stiftung. Darauf wies die Stiftung bei ihrer Pressekonferenz anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf hin.

Auf die Nöte und Sorgen betroffener Menschen aufmerksam machen und für Solidarität werben will auch die aktuelle Welt-AIDS-Tags-Kampagne 2011 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Stiftung und der Deutschen AIDS-Hilfe. HIV-infizierte Menschen tragen als Botschafter auf Plakaten und Flyern das Thema AIDS in die Öffentlichkeit und berichten über ihr Leben mit dem Virus. Einer von ihnen war Pressekonferenzteilnehmer Ernst, der fast an einer Gehirnentzündung gestorben wäre und dem der HIV-Test und die dann begonnene Therapie das Leben rettete.

Mehr als eine halbe Million Euro bewilligt

Im laufenden Jahr hat die Deutsche AIDS-Stiftung bereits rund 660.000 Euro für individuelle Hilfen und Projekte in Deutschland bewilligt. Allein in Nordrhein-Westfalen haben rund 400 Betroffene in diesem Jahr Hilfen erhalten, unter anderem für Möbel, Waschmaschinen und Brillen, insgesamt wurden rund 105.000 Euro für diesen Bereich bewilligt. Ca. 30 Projekte, darunter eine Kunsttherapiegruppe, Kochkurse sowie eine Genesungsreise wurden mit insgesamt rund 86.000 Euro gefördert. Zu den unterstützten Projekten gehört u.a. ein betreutes Wohnhaus in der Neusser Straße in Köln. Die Stiftung hat die Immobilie gekauft, betrieben wird das Projekt von der AIDS-Hilfe Köln. Im März dieses Jahres wurde das Haus offiziell übergeben. Ein gleichartiges Projekt mit betreutem Wohnen hat die Deutsche AIDS-Stiftung aus Bonn bereits zuvor in der Reichenberger Straße in Berlin-Kreuzberg verwirklicht.

(Redaktion)


 


 

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