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Bewerberchaos befürchtet

Zentrale Hochschulzulassung soll verschoben werden

Der Start des bundesweiten Bewerbungssystems für zulassungsbeschränkte Studiengänge soll verschoben werden. Die Verschiebung werde von der Stiftung für Hochschulzulassung empfohlen, die das Onlineportal "Hochschulstart" betreibt, berichtet der Berliner "Tagesspiegel".

Die Freischaltung der Plattform war für Mitte Mai geplant, doch wegen technischer Probleme sollen die Hochschulen jetzt mit ihren eigenen Bewerbungsportalen arbeiten. "Aus Verantwortung gegenüber den Bewerberinnen und Bewerbern sowie gegenüber den Hochschulen" werde empfohlen, "den Start zu verschieben", heißt es in der Beschlussvorlage der Stiftung, die der Zeitung vorliegt. Die Schnittstelle zwischen zentraler Software und Hochschulen funktioniere nicht, Probleme gebe es auch bei der technischen Betreuung (Support) und beim Datenschutz.

Geplant sei eine Verschiebung von "Hochschulstart.de" um ein Jahr, sagt der Präsident der TU Berlin, Jörg Steinbach, der im Stiftungsrat sitzt. Formal müssen die Länder der empfohlenen Verschiebung noch zustimmen. Die im Stiftungsrat vertretenen 16 Wissenschaftsministerien und 16 Hochschulpräsidenten sollen sich bis zum Dienstagnachmittag zu der Beschlussvorlage äußern.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von e.bilderbuch
18.04.11 11:57 Uhr
Bewerberchaos

Neben einer kurzen Testphase für den Anschluss von hunderten Hochschulen an das zentrale Softwaresystem, den unterschiedlichen Verfahren und dem Drang der Hochschulen nach Autonomie bei der Zulassung zulasten der Bewerber gibt es ein noch größeres Problem: Die mangelhafte Vorbereitung von Schülern auf die Studienwahl und wohl auch auf die Berufswahl. Zu einem Drittel Studienabbrecher kommen viele hinzu, die einen Beruf wählen, der Ihnen später nicht zusagt. Wie soll man mit 1 oder 2 Pflichpraktika in der Schulzeit und Unterricht bis in den Nachmittag hinein feststellen können, was die eigenen Neigungen sind und welche Berufe/Studiengänge es tatsächlich gibt? In meiner Schulzeit wurde nie darüber informiert, welche Studiengänge, Berufsbilder und Gehälter es gibt. Schule wurde von der ersten bis zur letzten Klasse als Selbstzweck inszeniert. Der hohe Anteil derjenigen, die aus Ratlosigkeit BWL oder Jura studieren, zeigt deutlich, wieviel Potenzial in Deutschland verschwendet wird. Dabei ist heutzutage recht einfach, sich über die Studienwahl und Hochschulen zu informieren [Links entfernt - die Red.]. Ich hoffe, dass Schulen verstärkt in diesem Bereich tätig werden.

 

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