Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
Deutsche Seehäfen profitieren

Verband: Hochsee-Windenergie benötigt neue Hafeninfrastruktur

Die deutsche Seehafenwirtschaft setzt ihren Wachstumskurs fort. Nachdem der deutsche Seegüterumschlag 2010 um fünf Prozent auf 274 Millionen Tonnen stieg, wird für 2011 ein Wachstum von sechs Prozent auf 290 Millionen Tonnen erwartet, wie der Präsident des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Klaus-Dieter Peters, am Dienstag in Hamburg mitteilte. Das Rekordergebnis von 2008 würde damit um neun Prozent verfehlt.

Von Lisa Hemmerich

Aufgrund der abgeschwächten Dynamik der Weltwirtschaft rechnet der ZDS für 2012 mit einem Wachstum von zwei Prozent. Im Hinterlandverkehr der deutschen Seehäfen werde das Vorkrisenniveau bereits in diesem Jahr erreicht, was zu Belastungen der Schienen- und Straßeninfrastruktur führe.

Der ZDS begrüßte die geplante Erhöhung des Verkehrsetats 2012 um eine auf elf Milliarden Euro, fordert indes auf mittlere Sicht eine Erhöhung der Mittel auf zwölf Milliarden Euro. Dieses zusätzliche Geld sollte schwerpunktmäßig für Wasserstraßenprojekte genutzt werden, sagte Peters weiter.

Eine Milliarde Euro für Hochsee-Windenergie nötig

Die deutsche Hafenwirtschaft erklärte sich bereit, einen Beitrag zur Nutzung der Hochsee-Windenergie zu leisten. Für den von der Bundesregierung geplanten Ausbau seien in der Nordsee möglicherweise drei Basishäfen und einer in der Ostsee nötig, damit diese Anlagen gelagert und verladen werden könnten, erklärte Andreas Wellbrook von der Bremer Logistics Group. Dazu seien Investitionen von etwa einer Milliarde Euro notwendig.

Der ZDS forderte die Bundesregierung auf, wie bei der Errichtung der ersten Windparks Hilfen zum Ausbau der Hafeninfrastruktur zur Verfügung zu stellen, zum Beispiel über die Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Sorge bereitet der Hafenwirtschaft der Beschluss der internationalen Schifffahrtsorganisation IMO, den Schwefelgehalt für Schiffstreibstoffe auf Nord- und Ostsee ab 2015 auf 0,1 Prozent zu senken. Wegen der dadurch erhöhten Treibstoffkosten befürchtet der ZDS eine Verlagerung des Transportverkehrs von der See auf die Straße. Für Bestandsschiffe fordert der ZDS ein mehrjähriges Moratorium , damit sich die Seeschifffahrt technisch auf neue Grenzwerte einstellen könne.

(dapd )


 


 

ZDS
Hafenwirtschaft
Wachstum
Hochsee-Windenergie
Erhöhung
Bundesregierung
Tonnen
Ausbau

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "ZDS" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: