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Wirtschaftskrise

Hoffen auf den Obama-Effekt - Deutsche Wirtschaftskraft soll um 2,25 % sinken

Heute stellte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos in Berlin den Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung vor. Grund zur Freude besteht aber keineswegs, denn im Saal der Bundespressekonferenz, konnten heute keine frohen Botschaften überbracht werden. Deutschland droht eine große Rezession.

Die deutsche Wirtschaft steht in diesem Jahr vor der größten Herausforderung seit der Wiedervereinigung. Wie kaum ein anderes Industrieland ist Deutschland als weltweiter Exportweltmeister in die internationale Wirtschaft integriert. Negative Rückwirkungen der Rezession und der internationalen Finanzmarktkrise treffen Deutschlands Exportwirtschaft deshalb umso stärker, erklärte Minister Glos heute. Vor diesem Hintergrund haben sich die kurzfristigen Wachstumsperspektiven drastisch verschlechtert. Für das Gesamtjahr erwartet die Bundesregierung einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von preisbereinigt 2,25 Prozentpunkte. Noch im Frühjahr soll sich die Finanzkrise auch zu einer handfesten Wirtschaftskrise ausweiten. Glos erwartet 2009 die größte Wirtschaftskrise in der Nachkriegsgeschichte.

Glos kann nur noch auf den Obama-Effekt hoffen

Derweil kann Glos nur noch auf den Obama-Effekt hoffen. Barack Obama wurde gestern zusammen mit Vize Joseph R. Biden jr. als 44. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. In seiner Rede zur Amtseinführung sprach Präsident Obama davon, bei globalen Problemen wie Klimawandel und atomaren Bedrohungen die Zusammenarbeit mit Verbündeten zu stärken. Mit Blick auf die Wirtschaftskrise kündigte Obama „eine neue Wachstumsgrundlage“ an. Er erinnerte seine Zuhörer daran, dass die USA weiterhin „die wohlhabendste, mächtigste Nation der Erde“ seien. Gerichtet an „die Menschen der armen Nationen“ versprach der Präsident zu helfen, „hungernden Bäuchen zu essen zu geben und hungrige Köpfe zu nähren“. Obama wandte sich auch ausdrücklich an die muslimische Welt, zu der die USA „einen neuen Weg in die Zukunft suchen, der auf gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt aufbaut." Mittelfristig wird die Weltkonjunktur deshalb sehr an den Erfolg und die Glaubwürdigkeit des Paradigmenwechsels in der Außenpolitik der USA gekoppelt sein. Als führende Weltmacht und eines der Epi-Zentren der derzeitigen Finanzkrise, kommen den USA eine Schlüsselrolle dabei zu, dass Unternehmen, Kreditinstitute und Konsumenten weltweit wieder neues Vertrauen in die Wirtschafts- und Finanzsysteme gewinnen.

(Redaktion)


 


 

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