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Bayer setzt große Hoffnungen in seine Forschungspipeline

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer setzt große Hoffnungen auf seine gut gefüllte Forschungspipeline. Konzernchef Marijn Dekkers sagte am Dienstag anlässlich der Präsentation der Konzernbilanz in Leverkusen, Bayer habe inzwischen vier Medikamente mit Blockbuster-Potenzial in der fortgeschrittenen Entwicklung. Jedes dieser Medikamente könne einen Spitzenumsatz "von einer Milliarde Euro pro Jahr und mehr erwirtschaften".

Von Erich Reimann

Besonders groß sind die Erwartungen beim Gerinnungshemmer Xarelto, dem Bayer sogar allein ein Umsatzpotenzial von über zwei Milliarden Euro zutraut. Wie Bayer mitteilte, gewährte die US- Gesundheitsbehörde FDA Xarelto inzwischen im Zulassungsverfahren zur Behandlung nach einem akuten Koronarsyndrom (ACS) eine vorrangige Prüfung. Dies geschehe nur bei Medikamenten, "die eine deutliche Verbesserung gegenüber vorhandenen Therapien darstellen oder wenn bisher noch keine adäquate Behandlung verfügbar ist", betonte der Konzern.

Die Vermarktung der neuen Pharma-Produkte habe 2012 in der Gesundheitssparte absolute Priorität, sagte Dekkers. Doch auch ohne den Rückenwind durch die Hoffnungsträger erzielte Bayer 2011 neue Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn . Der Leverkusener Konzern steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ( Ebit ) stieg um 52 Prozent auf 4,15 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis erhöhte sich sogar um 90 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

MaterialScience verfehlt Erwartungen

Vor allem die Pflanzenschutzsparte CropScience und die Gesundheitssparte HealthCare glänzten 2011 mit deutlichen Gewinnsteigerungen. Dagegen blieb das Ergebnis der Kunststoffsparte MaterialScience unter den Erwartungen, da die höheren Rohstoffkosten hier nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten.

Fortschritte erzielte Konzernchef Dekkers auch bei seinem Bemühen, Bayer stärker auf die boomenden Wachstumsmärkte in Asien und Lateinamerika auszurichten. Mit einem Wachstum von währungsbereinigt 9 Prozent trug die Geschäftsentwicklung in den Schwellenländern im vergangenen Jahr überproportional zur Umsatzsteigerung des Konzerns bei. Inzwischen macht der Konzern dort 36,4 Prozent seiner Umsätze.

Für das laufende Jahr erwartet Bayer trotz der von Unsicherheiten geprägten konjunkturellen Lage einen weiteren Umsatzanstieg und eine leichte Verbesserung des bereinigten Ergebnisses. "Wir sind ordentlich ins Geschäftsjahr 2012 gestartet", sagte Dekkers.

(dapd )


 


 

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