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Leben auf Mallorca sei keine Flucht

Ehemaliger Chef der Hypo Real Estate sieht sein Lebenswerk zerstört

Der frühere Vorstandschef der Hypo Real Estate, Georg Funke, fühlt sich auch vier Jahre nach der Beinahe-Pleite des Geldinstituts zu Unrecht zum Sündenbock für die deutsche Bankenkrise gemacht. "Ich werde als schlimmster Gier-Banker, Zocker und Pleitier beschimpft", sagte Funke der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe).

Man mache ihn stellvertretend für sämtliche Verfehlungen in den Bankenbranche verantwortlich. "Mir wird Unsinniges und Falsches unterstellt", sagte Funke, der inzwischen auf Mallorca lebt und dort mit Immobilien handelt.

Unter Funkes Leitung war die HRE 2008 fast kollabiert. Nur Staatshilfen in Milliardenhöhe bewahrten die Bank vor dem Aus. Nach Funkes Ansicht war die Verstaatlichung der HRE falsch. "Mein Lebenswerk ist da zertreten worden", sagte er der Zeitung.

Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Funke, die dramatische Schieflage des Unternehmens damals beschönigt zu haben. Funke weist die Vorwürfe zurück. "Ich habe nichts getan, vor dem ich weglaufen müsste", erklärte er. Das Leben auf Mallorca sei keine Flucht. Vielmehr habe er in Deutschland keine Chance mehr auf einen Managerposten.

Funke verteidigte seine Klage auf eine Abfindung und Gehaltsnachzahlungen in Millionenhöhe. "Mein Gehalt war im Vergleich zum Branchenschnitt eher moderat", sagte er. Für den Fall seines Ausscheidens habe es "klare, vertragliche Vereinbarungen" gegeben. "Nur weil ich in der Öffentlichkeit schon zum bösen Buben gemacht werde, verzichte ich nicht auf Pensionsansprüche", erklärte Funke.

(dapd )


 


 

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