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Iberdrola

Bolivien verstaatlicht spanischen Energiekonzern

Boliviens Präsident Evo Morales hat vier Tochterunternehmen des spanischen Energiekonzerns Iberdrola verstaatlicht. Mit der Übernahme der Netzbetreiber Electropaz und Elfeo wolle der Staat für eine "gerechte" Energieversorgung in den Regionen La Paz und Oruro sorgen, teilte Morales am Samstag in La Paz mit. Auch die Investment- und die Dienstleistungssparten von Iberdrola in Bolivien wurden übernommen.

Soldaten bezogen vor den Firmengeländen der Unternehmen Stellung und hängten Schilder mit der Aufschrift "Verstaatlicht" auf. Er sei zu dem Schritt gezwungen worden, um die Strompreise stabil zu halten, begründete der Präsident sein Vorgehen.

Die spanische Regierung bedauerte die Entscheidung und rief zu einer angemessenen Bewertung der betroffenen Unternehmen auf, um eine gerechte Entschädigung der Anteilseigner zu gewährleisten. Morales' Erlass zufolge soll Iberdrola binnen 180 Tagen entschädigt werden. Der Konzern war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Seit 2009 verstaatlicht La Paz Industriezweige

Seit seinem Amtsantritt 2006 hat Morales mehrfach Unternehmen verstaatlicht. In einem ersten Schwung holte er die Ölindustrie unter die Fittiche des Staates. 2009 folgte der größte Telefonanbieter des Landes, der zuvor vom spanischen Konzern ETI kontrolliert wurde. Im folgenden Jahr verstaatlichte er die vier größten Stromproduzenten. Zuletzt hatte er im Mai den größten Netzbetreiber Transportadora de Electricidad verstaatlicht, der zum spanischen Konzern Red Electrica gehörte.

(dapd)


 


 

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