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Bahnstrecke Oldenburg-Hannover

Fahrgäste mit ICE-Abo bekommen Entschädigung

Weil die Bahn zu wenige Zugeinheiten hat, verkehren bereits seit einiger Zeit keine ICE-Hochgeschwindigkeitszüge mehr zwischen Hannover und Oldenburg. Nun hat die Bahn zumindest den wenigen Inhabern von ICE-Abos eine Kulanzregelung in Aussicht gestellt.

Wie aus einem Schreiben der Deutschen Bahn an den Oldenburger Bundestagsabgeordneten Thomas Kossendey (CDU) hervorgeht, erhalten "aufgrund der aktuellen betrieblichen Lage auf der Bahnstrecke Hannover – Bremen – Oldenburg Inhaber der ICE-Jahrescard im Abonnement eine Erstattung über die Preisdifferenz zwischen der Produktklasse ICE und Intercity für zwei Monate", wenn aufgrund der Fahrplanänderungen in der vom Kunden gewünschten Zeitlage kein ICE mehr genutzt werden kann.

Das ist in Oldenburg aktuell der Fall, da nach Bahn-Angaben zahlreiche Züge wegen des harten Winterwetters in Reparatur sind. Die Bahn kann zudem keine genauen Aussagen machen, wann es wieder los geht mit "Rot-Weiß" am Oldenburger Hauptbahnhof.

Dies wiederum hängt u.a. davon ab, wie schnell die Züge wieder zum Einsatz kommen können, die derzeit in der Werkstatt sind. Und das hängt auch davon ab, wie schnell die Mechaniker der Bahn vorankommen, aber auch davon, wieviele weitere ICE ausfallen (man denke nur an Sturmtief "Xynthia") und letztlich gibt es immer Faktoren wie die Nachlieferung von Ersatzteilen, die keiner so richtig vorhersehen kann. Schließlich dürfte die Lagerhaltung bei der Bahn begrenzt sein und die Hersteller von Ersatzteilen nach dem ungewöhnlich harten Winter ähnlich von der hohen Nachfrage überrascht worden sein, wie zuletzt auch die Hersteller von Streusalz von der Nachfrage der Streudienste. Die Zugausfälle sind somit kein bahn-spezifisches Problem, sondern lediglich eine Folge des Wetters.

Bahn-Reaktion richtig

Und ehe man sich bei der Bahn bezüglich eines Termins zu weit aus dem Fenster lehnt, belässt man es lieber bei Prognosen. Das ist gut so. Auch wenn das so manchen ärgern mag. Der vergangene Winter dürfte aber eigentlich allen gezeigt haben, dass der Öffentliche Personennahverkehr keine Selbstverständlichkeit ist. Wie gut das ganze System funktioniert merkte man erst, als es ausfiel.

Im März soll sich die Situation nach Angaben eines Bahn-Sprechers wieder entspannen. Bahnreisende müssen solange auf die Rückkehr des Hochgeschwindigkeitszugs an die Hunte warten und Unannehmlichkeiten beim Umsteigen in Kauf nehmen. Der Winter war hart - jetzt heißt es "cool" bleiben.

(Redaktion)


 


 

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