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Anerkennung ausländischer Abschlüsse

IHKs in Niedersachsen und Bremen beteiligen sich an Zentralstelle in Nürnberg

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Niedersachsen und Bremen beteiligen sich an einer neuen Zentralstelle für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in Nürnberg. Die Zentralstelle trägt den Namen: IHK Foreign Skills Approval (IHK FOSA). Sie soll künftig zentral für 77 der 80 deutschen IHKs ausländische Qualifikationen auf ihre Gleichwertigkeit mit deutschen Abschlüssen in IHK-Berufen prüfen und verbindlich feststellen.

Arbeitsgrundlage der neuen IHK-Zentralstelle ist das neue „Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz“, das am 1. April 2012 in Kraft getreten ist. Die neue Zentralstelle in Nürnberg hilft auch dabei, dass Schwierigkeiten vermieden werden - unter den IHKs zwischen Garmisch-Patenkirchen und Flensburg und zwischen Frankfurt/Oder und Aachen kann es schließlich durchaus unterschiedliche Rechtsauffassungen zur Anerkennung einer im Ausland erworbenen Qualifikation geben. Auch Anerkennungstourismus unter den IHKs wird so vermieden.

Persönliche Beratung bei der IHK

Antragsteller, die im Vorfeld eine persönliche Beratung wünschen, haben nach IHK-Angaben die Möglichkeit, sich an die örtliche IHK, die Geschäftsstellen des Netzwerks „Integration durch Qualifizierung“ oder andere versierte Beratungsstellen zu wenden. Beteiligt an der neuen Zentralstelle sind u.a. die Handelskammer Bremen, die Oldenburgische IHK und die IHK Ostfriesland-Papenburg.

„Wir starten am 4. April 2012 mit einem Gründungsteam von 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erläutert Ulrich Pahlmann, Gründungsgeschäftsführer der IHK FOSA.  Jetzt gehe es darum, neue Verfahren zur beruflichen Anerkennung für alle IHK-Berufe zu entwickeln – und zwar für Abschlüsse aus aller Welt. Diese Kernaufgabe von IHK FOSA sieht Pahlmann als sehr anspruchsvoll an, schließlich habe das Thema angesichts des Fachkräftemangels hohe Bedeutung für den deutschen Arbeitsmarkt.

Kooperation mit Arbeitsagentur und Bundesamt für Migration

Zum Vorsitzenden des Vorstandes der IHK FOSA wurde der Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken, Dirk von Vopelius, gewählt. Stellvertreter sind Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK Duisburg, sowie Peter Esser, Präsident der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim.

Vopelius bewertete die Arbeit von IHK FOSA als einen wichtigen Beitrag zur Willkommenskultur in Deutschland. Darüber hinaus begrüßte er die Synergieeffekte, die IHK FOSA als wichtige Einrichtung der deutschen IHKs im engen Verbund mit den ebenfalls in Nürnberg ansässigen Bundesbehörden Bundesagentur für Arbeit und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erzielt. 

Alle Fachkräfte mit im Ausland erworbenen Qualifikationen, die in den IHK-Bereich fallen, können Anträge auf eine berufliche Anerkennung ab sofort bei der IHK FOSA stellen. Antragsformulare erhalten Anerkennungssuchende aber weiterhin bei der IHK vor Ort oder über die FOSA-Homepage. Ratsuchende, Arbeitgeber, IHKs und Beratungsstellen erhalten Rat und Informationen unter unter Tel. 0911/815060

(Redaktion)


 


 

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