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IKB macht erneut hohe Verluste

Wertverluste von Euro-Anleihen treffen IKB schwer

Die krisengeschüttelte Mittelstandsbank IKB hat die Verluste im dritten Quartal ihres Geschäftsjahres 2011/12 um rund 120 Millionen Euro erhöht. Damit liegt der Konzernfehlbetrag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bei 431 Millionen Euro, wie die Bank am Montag in Düsseldorf mitteilte. In den ersten sechs Monaten von April bis September 2011 lag der Verlust bei 312 Millionen Euro.


Als Grund für die anhaltenden Verluste nannte die Bank die Schuldenkrise im Euroraum: Das Unternehmen musste vor allem durch die Neubewertung von Anleihen von Staaten und Banken aus der Eurozone einen Bewertungsverlust (Fair-Value-Ergebnis) von 314 Millionen Euro hinnehmen. Allein von der Bank gehaltene griechische Staatsanleihen zum Nennwert von 211 Millionen Euro hätten nur noch einen Marktwert von 38 Millionen Euro, erklärte die IKB. Zudem habe das gesunkene Zinsniveau zu Marktwertverlusten bei langfristigen Anlagen, Verpflichtungen sowie Derivaten geführt.

Für die kommenden Geschäftsjahre rechne die Bank mit keinen oder nur geringen Überschüssen im Konzern, hieß es weiter. Dennoch halte man am Ziel fest, mittelfristig operativ Gewinne zu erzielen. Um Kosten in der Verwaltung zu sparen, sollen bei der IKB 200 der 1.200 Stellen abgebaut werden.

Die IKB war im Juli 2007 in den Sog der US-Immobilienkrise geraten und konnte nur durch ein zehn Milliarden Euro schweres Hilfspaket gerettet werden. Im August 2008 übernahm der US-Finanzinvestor Lone Star das Geldinstitut für rund 100 Millionen Euro.

(dapd )


 


 

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