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Universität Oldenburg

„Im Schnitt profitieren alle von der Globalisierung“

„Entgegen landläufiger Meinung vermehren alle Länder, die am Welthandel teilnehmen, ihren Wohlstand“, sagte Michael Koch vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) bei der kürzlich stattfindenden letzten Sommer-Vorlesung an der Uni Oldenburg.

Er vertiefte mit den fast 160 teilnehmenden Zuhörerinnen und Zuhörern im Garten des Instituts globale Herausforderungen unserer Zeit. Protektionismus verschlimmere nach seiner Auffassung die Armutssituation in sogenannten Billiglohnländern nur weiter und sorge kaum für eine Weiterentwicklung. Unbestritten sei aber, dass das Zusammenwachsen der Welt auch Dilemmas aufwerfe, z. B. beim Klimaschutz. Alle Staaten hätten ein Interesse am Erhalt der Umwelt, aber seien nur schwer dazu zu bewegen, die höheren Kosten allein zu tragen.

„Ohne Globalisierung wären die Bundesligen für die Zuschauer nicht annähernd so attraktiv.“  (Michael Koch, IÖB - Uni Oldenburg)

Importquoten auch beim Fußball

Grundlagen der Globalisierung vermittelte Koch den teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern am Beispiel Sport. „Ohne Globalisierung wären die Bundesligen für die Zuschauer nicht annähernd so attraktiv“, so der Referent. Statuten, dass eine bestimmte Anzahl heimischer Spieler dem jeweiligen Kader angehören müssten, seien nichts anderes als Importquoten zum Schutz heimischer Spieler.

Diskussion mit Experten

Im Anschluss an die Vorlesung wurde das Referat ausführlich diskutiert. Dabei betonte Prof. Valeryi Lukin, Direktor des Zentrums für Beschäftigung der Bevölkerung in Balaschicha (Russland), dass der Prozess der Globalisierung nicht mehr aufzuhalten sei. Pfarrer a. D. Dieter Qualmann vertrat seinerseits die Ansicht, dass in allen Ländern der Welt die Spaltung zwischen Arm und Reich wachse und prognostizierte, dass das Aufeinanderprallen von Kulturen zu erheblichen Problemen führen werde. Eine andere Perspektive hatte Bülent Uzuner, Vorstandsvorsitzender der BTC Business Technology Consulting AG. Seiner Ansicht nach bietet Globalisierung der Gesellschaft Chancen, gute Nachwuchskräfte rekrutieren zu können. Auf die Angst um den Verlust heimischer Arbeitsplätze ging wiederum Mirja Viertelhaus-Koschig, stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes bei der Vierol AG, ein. Sie betonte, dass Mittelständler trotz Globalisierung eine hohe Standorttreue hätten.

Die Vorlesungsreihe vom IÖB und dem WiGy e. V. ist ein Beitrag zur „Stadt der Wissenschaft“. Eine Broschüre „Das 1x1 der Wirtschaft“, herausgegeben von IÖB und der Tageszeitung NWZ, begleitet die Veranstaltungsreihe. Darin werden Begriffe aus dem Wirtschaftsleben in Kurzform erklärt.

Die Broschüre und das Skript zur Vorlesung können kostenlos beim IÖB angefordert werden. Tel. 0441/361303-13 oder Mail: [email protected] Im Internet zeigt das IÖB unter www.uebermorgenstadt.de in der Rubrik „Wissenschaft in Oldenburg“ auch filmisch ein 1x1 der Wirtschaft auf.

(Redaktion)


 


 

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