Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
Hintergrund

Stichwort: Insolvenz

Eine Insolvenz wird beantragt, um alle Gläubiger einer natürlichen oder einer juristischen Person - also etwa einer Kommanditgesellschaft - gleichmäßig zu befriedigen, falls sie zahlungsunfähig oder überschuldet sind.

Der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Person kann vom Gläubiger selbst oder den Schuldnern beim zuständigen Landgericht gestellt werden.

Das Insolvenzgericht trifft anschließend alle Maßnahmen, "die erforderlich erscheinen, um bis zur Entscheidung über den Antrag eine den Gläubigern nachteilige Veränderung in der Vermögenslage des Schuldners zu verhüten", wie es in der Insolvenzordnung heißt. Dazu gehört zum Beispiel die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters. Das ist meist eine auf solche Fälle spezialisierte Kanzlei. Dem Schuldner kann dabei ein vorläufiges Verfügungsverbot über die Insolvenzmasse auferlegt werden.

Die Kanzlei sichtet und ordnet das Vermögen der Insolventen. Sie betreibt die Unternehmen des Schuldners bis zur Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens weiter - außer das Insolvenzgericht ordnet die Stilllegung an -, um erhebliche Minderungen des Vermögens zu verhindern. Sie oder der Schuldner können einen Insolvenzplan vorlegen.

Das Gericht kann weitere Sicherungsmaßnahmen anordnen oder beispielsweise Zwangsvollstreckungen einstellen, um die gerechte Aufteilung des Restvermögens sicherzustellen.

Im Eröffnungsbeschluss bestimmt das Insolvenzgericht einen nicht mehr nur vorläufigen Insolvenzverwalter und Termine für Gläubigerversammlungen. Ferner werden die Gläubiger nach Rangfolge eingeteilt: Es gibt Insolvenzgläubiger und nachrangige Gläubiger. Letztere sind etwa nur während des Verfahrens aufgelaufene Zinsen, oder Geldstrafen. In der ersten Versammlung wird auf der Grundlage eines Berichts des Insolvenzverwalters über den Fortgang des Insolvenzverfahrens beschlossen. In der zweiten werden die angemeldeten Forderungen geprüft.

Der Insolvenzplan kann angenommen werden. Während des Verfahrens wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft. Das Verfahren endet, beziehungsweise die insolvente natürlich oder juristische Person wird aus der Insolvenz entlassen, wenn die Gläubiger ihre Forderungen als befriedigt angesichts der Umstände ansehen oder gerichtlich festgestellt wird, dass die Insolvenzmasse aufgebraucht ist.

(dapd )


 


 

Insolvenzplan
Schuldner
Insolvenzgericht
Insolvenzverfahrens
Vermögen
Verfahren
Forderungen
Person

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Gläubiger" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: