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Kirch-Imperium

Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen

Das 2002 eingeleitete Insolvenzverfahren über die Unternehmen der Kirch-Gruppe ist noch längst nicht beendet. Wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters Michael Jaffé am Donnerstag in München sagte, ist ein Abschluss voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2014 zu erwarten. Es sei aber gelungen, alle wesentlichen Vermögenswerte der Kirch-Firmen zu erhalten und erfolgreich zu verwerten.

Die meisten der mehr als 11.000 Arbeitsplätze seien erhalten worden. Das Lebenswerk des am Donnerstag im Alter von 84 Jahren verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch existiere damit weiter, sagte der Sprecher.

Das Verfahren dauere so lange, weil - abgesehen von der Komplexität der einzelnen Unternehmen - im Interesse der Gläubiger teilweise noch Verträge erfüllt werden müssten. Die Summe der anerkannten Gläubigerforderungen bezifferte der Sprecher auf vier Milliarden Euro. Davon seien bislang 16 Prozent bezahlt worden. Es werde aber noch weitere Zahlungen geben, so dass die Quote für die Gläubiger noch steigen werde.

Eine der größten Pleiten der Nachkriegsgeschichte

Die Kirch-Insolvenz war 2002 die damals wirtschaftlich größte Pleite der deutschen Nachkriegsgeschichte. Größte operative Einheit des Konzerns war die KirchMedia GmbH. Sie umfasste mehrere Hundert Firmen, Beteiligungen und Joint Ventures, die in den Geschäftsfeldern Lizenzhandel, kommerzielles Fernsehen, Programmproduktion und Filmtechnologie aktiv waren. Dazu gehörte auch die Beteiligung an dem TV-Konzern ProSiebenSat.1.

(dapd )


 


 

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