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Kommentar von Jürgen Polzin

Intelligente Stromzähler - Neu denken

Die elektronischen Wunderkästen werden die Kilowattstunde Strom nicht billiger machen. Doch die intelligenten Zähler, die nun ihren Weg in die Haushalte finden sollen, werden den Reiz erhöhen, Energie einzusparen. Das ist das cleverste Argument für das ehrgeizige Unterfangen, aus einem dummen Stromnetz ein intelligentes zu machen. Gewohnheiten sind nur schwer zu ändern.

Doch wüssten Sie, wie viel Strom Ihre Waschmaschine verbraucht, was Geräte pro Jahr im Stand-by-Betrieb kosten - Sie würden sich erschrecken. Könnten Sie einen flexiblen Stromtarif wählen und sparen - Sie würden Ihr Verhalten wohl ändern. Warum also nicht nachts waschen, sofern die Nachbarn nicht gestört werden? Warum nicht elektrische Geräte durch Zeitschaltuhren steuern? Warum nicht den Tag nach dem Strompreis statt nach liebgewonnenem Verhalten ausrichten? 

Klimafreundlicher Ökostrom drängt ins Netz

Noch ist das automatisierte Wohnen weit weg. Nicht jeder mag es, wenn der Stromversorger ein lückenloses Zeitprofil über sein Verhalten hat. Doch das Stromnetz der Zukunft wird diese Optionen bieten müssen, um die Bedürfnisse zu managen. Klimafreundlicher Ökostrom drängt ins Stromnetz, Elektroautos müssen aufgeladen werden. Die Zukunft beginnt jetzt.

(ots / WAZ)


 


 

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