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Hessischer Staatspreis aberkannt

"Interreligiöser Dialog mit Füßen getreten"

Der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek, sieht durch die Vorgänge um den Hessischen Staatspreis den interreligiösen Dialog "mit Füßen getreten". Die Reaktion der christlichen Preisträger, Kardinal Lehmann und Peter Steinacker, sei "schlicht und ergreifend unreif und kindisch", sagte Mazyek dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel".

Beide hatten es abgelehnt, zusammen mit dem Kölner Schriftsteller Navid Kermani ausgezeichnet zu werden, weil er sich in einem Zeitungsartikel kritisch mit der christlichen Kreuzessymbolik auseinandergesetzt hatte.

Mazyek: Kritik an Dialog-Verständnis

"Was wäre wohl, wenn ein Muslim es ablehnen würde, mit einem Kirchenvertreter zusammen aufzutreten, nur weil der den Propheten Muhammad theologisch ablehnt? Das würde keiner verstehen - zu Recht", sagte Mazyek. "Teile der Elite in unserem Land" hätten "ein obskures Verständnis von Dialog": "Man nehme zwei unterschiedliche Meinungen und sperre sie so lange in ein Gesprächsverlies ein, bis sie ermüdet und ermattet zu einer Meinung geworden sind." So funktioniere aber kein belebender, konstruktiv-kritischer Dialog.

(Redaktion)


 


 

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