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Jade-Weser-Port

Weltweit größte Containerbrücken in Wilhelmshaven angekommen

Der einzige deutsche Tiefwasserhafen steht kurz vor der Fertigstellung. Die vier weltweit größten Containerbrücken sind fünf Monate vor der Eröffnung am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven angekommen und ragen 83 Meter in die Höhe. Ein Spezialschiff mit den jeweils fast 1.800 Tonnen schweren Kränen an Bord legte am Dienstag an der Kaje an. "Das ist ein Meilenstein", sagte der Geschäftsführer des Hafenbetreibers Eurogate, Marcel Egger, in Wilhelmshaven.

Von Normann Berg

Zwei Monate lang waren die mit eingezogenem Ausleger sogar fast 130 Meter hohen Abfertigungskräne unterwegs. Anfang Januar wurden sie im chinesischen Shanghai verladen. Die Route führte entlang der afrikanischen Südspitze und der Kanarischen Inseln nach Wilhelmshaven. Eine weitaus kürzere Fahrt durch den Suez-Kanal war wegen der Breite des Transports von mehr als 100 Meter nicht möglich.

"Wenn ich sensibel wäre, hätte ich jetzt Tränen in den Augen", sagte der Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung, John Niemann, beim Anblick der riesigen Stahlkolosse. Er und sein Verein hatten den Hafenbau vor 16 Jahren initiiert. "Heute empfinde ich eine große Genugtuung", fügte er an.

Eurogate erwartet trotz Baumängeln keine Verzögerungen

Die Containerbrücken sollen in den kommenden Tagen mit Seilen an Land gezogen und hinter der Hafenkante montiert werden. Parallel wird die Ankunft von insgesamt 36 Transportfahrzeugen (Van Carrier) für die Container-Verladung an Land erwartet. "Anfang Mai kann der Probebetrieb beginnen", kündigte Egger an.

Verzögerungen erwarte er trotz der jüngst festgestellten Baumängel nicht. "Wir gehen davon aus, den Hafen im August in einem mängelfreien Zustand zu übernehmen", sagte Egger. Ende Februar war bekannt geworden, dass etwa 50 von insgesamt 4.000 Verbindungsstücken der Spundwandkonstruktion gebrochen waren.

Innerhalb der nächsten zwei Wochen werden sich nach Eurogate-Angaben vier weitere Containerbrücken von China in Richtung Wilhelmshaven in Bewegung setzen. Nach dem Vollausbau im Jahr 2013 sollen 16 dieser Kräne an der 1.725 Meter langen Kaimauer stehen. Damit könnten zeitgleich vier Großcontainerschiffe abgefertigt werden, hieß es.

Der 360 Hektar große Jade-Weser-Port soll am 5. August in Betrieb genommen werden. Die Investitionskosten belaufen sich auf eine Milliarde Euro. 650 Millionen Euro kostet die Länder Bremen und Niedersachsen die Infrastruktur, 350 Millionen Euro investiert Eurogate in den Hafenbetrieb. Der angestrebte Jahresumschlag liegt bei 2,7 Millionen Standardcontainern.

(dapd )


 


 

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