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Wilhelmshaven

Startschuss für Hinterlandanbindung des Jade-Weser-Ports gegeben

Mit einem symbolischen Spatenstich haben heute in Wilhelmshaven die Bauarbeiten für die Schienenanbindung des Jade-Weser-Port begonnen.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Philipp Rösler, der parlamentarische Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums, Achim Großmann, der Vorstandsvorsitzende der DB Netz AG Volker Kefer sowie der Geschäftsführer der JWP Realisierungsgesellschaft Axel Kluth gaben gemeinsam den Startschuss für den Ausbau der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven .

Minister versprüht Zwangsoptimismus

Rösler forderte dabei: "2012 soll der Jade-Weser-Port vollständig in Betrieb genommen werden. Unser gemeinsames Ziel muss bis dahin die schnelle und fristgerechte Fertigstellung zumindest der Zweigleisigkeit der Strecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg sein. Dazu brauchen wir eine leistungsfähige Hinterlandanbindung." Das hörte sich nach den Schreckensbotschaften der letzten Wochen über die sich abzeichenden Verzögerungen bei der Schienenanbindung des einzigen deutschen Tiefwasserhafens schon beinahe nach leichter Resignation an. Das, so der Minister weiter, gelte auch für die Verlängerung der A 29 zum Jade-Weser-Port, deren Ausbau bereits begonnen worden sei, ebenso wie für die besagte Schienenstrecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg. 

Auch Pannen kurbeln das Image an

Nun muss Rösler auf das Entgegenkommen aus Berlin  und das schnelle Eintreffen von Bautrupps in der Region hoffen, denn niemand möchte sich ausmalen, was passieren würde, wenn der fertiggestellte Hafen nach seiner Eröffnung ohne Schienenanbindung dastünde. Selbst die Oldenburgische IHK sprach in einer Erklärung unlängst von einer "internationalen Blamage." Einen Profiteur hätte aber auch das: Wilhelmshaven wäre mit einem Schlag zurück auf den "Whois"-Landkarten der Welt, denn auch Pannen kurbeln irgendwie Tourismus und Image an. Und wenn die Leute da draußen in der Welt eins wissen, dann, dass die Deutschen Dinge ordentlich machen - wenn auch mit der ein oder anderen Kinderkrankheit. Aber wenn "Made in Germany"  läuft, dann läuft es solide. Man denke nur an die pannenbehaftete Geburt des Maut-Systems "Toll Collect", welches bald weltweit in aller Munde war oder den berühmten Elch-Test von Mercedes . Das wird den ab dem Jahr 2012 lärmgeplagten Anwohnern in der Region wohlwahr kein Trost sein, aber es tröstet womöglich etwas. Denn eins ist sicher: die Bahn kommt.

(Redaktion)


 


 

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