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Zukunft der Mobilität

Joschka Fischer fordert auf der IAA "Fuß nicht auf der Bremse haben"

Wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) diskutierten am Montag hochkarätige Referenten vor 500 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Umweltverbänden und Presse über die Zukunft der Mobilität und Nachhaltigkeit.

Beim "Zukunftsgipfel" der Wochenzeitung "Die Zeit" auf dem BMW-Messestand auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt am Main, betonte der deutsche Außenminister a.D. Joschka Fischer die Bedeutung der Automobilindustrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Automobilbranche, so Fischer im Gespräch mit Zeit-Herausgeber Josef Joffe, sei für Deutschland ein wichtiger strategischer Faktor. Mit der Elektromobilität kündige sich nun ein Techniksprung an, E-Mobility sei eine große Herausforderung. Die deutschen Unternehmen dürften aber auf dem Weltmarkt nicht den Anschluss verlieren. China und die BRIC-Staaten würden in diesem Feld dynamisch wachsen. Die deutsche Automobilbranche solle, "den Fuß nicht auf der Bremse haben", erklärte Fischer zum Abschluss seiner Rede.

Innovation: BMW-Chef will überall Gas geben

BMW-Vorstandsvorsitzender Dr. Norbert Reithofer  holte bei seiner IAA gleich zum Rundumschlag aus: "Das Automobil muss sich über Innovationen weiterentwickeln. Wir werden den Verbrennungsmotor noch effizienter und die Fahrzeugtechnologie gesamthaft noch optimaler gestalten. Zudem ist Hybrid auch für uns eine Übergangslösung. Und vor allem für große Ballungsräume wird ein Automobil auf Elektrobasis benötigt. Wir werden unsere Forschungsarbeit fortsetzen was Wasserstoff angeht." Derzeit betreibt der Autobauer gemeinsam mit dem Energieversorger Eon bzw. Vattenfall bereits erste Versuche mit Elektroautos auf Basis des Modells "Mini E" in Ballungsgebieten wie München und Berlin. Die Fahrzeuge sind aber noch lange nicht serienreif.

WWF-Expertin: Zukunft liegt in intelligenten Netzen

Regine Günther, Director Climate und Energy Policy des WWF Deutschland, forderte dazu auf, vom Ziel aus zu denken. "Wir müssen die Wirtschaft in 40 Jahren auf neue Beine stellen". Wenn man über Elektromobilität spreche, müsse man sich insbesondere über "intelligente Netze" Gedanken machen, Die infrastrukturellen Investitionen müssten jetzt entschieden werden. Der Individualverkehr bliebe dabei essentiell.

Auf dem "Zukunftsgipfel" sprachen u.a. Joschka Fischer (Minister a.D.), Klaus Töpfer (Minister a.D.), Regine Günther (WWF), Meinhard von Gerkan (Architekt), Matthias Wissmann (VdA) und Norbert Reithofer (BMW).

(Redaktion)


 


 

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