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KfW Bankengruppe

Rekordgewinn verbucht - Höhere Investitionen in regenerative Energie erwartet

Die bundeseigene KfW Bankengruppe hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Die Förderbank habe 2010 einen Konzerngewinn von 2,6 Milliarden Euro (2009: 1,1 Milliarden Euro) verbucht, sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schröder am Donnerstag in Frankfurt am Main. "Die hohe Fördernachfrage, die für die KfW weiterhin günstigen Refinanzierungsbedingungen sowie die spürbare weltweite konjunkturelle Erholung haben uns einen außergewöhnlichen Gewinn beschert."

Von Florian Bittler

Sondereffekte wie beispielsweise die Konjunkturprogramme hätten zu dem Gewinn beigetragen, der sich nicht wiederholen lasse, fügte Schröder hinzu. Das Ergebnis ermögliche nun unter anderem, den Fonds für allgemeine Bankrisiken mit 600 Millionen Euro wieder aufzufüllen und 500 Millionen Euro in die Gewinnrücklagen zu stecken. Im vergangenen Jahr betrug das Fördervolumen der KfW im In- und Ausland den Angaben zufolge 81,4 Milliarden Euro (2009: 63,9 Milliarden Euro). Ein Drittel des gesamten Fördervolumens sei in Umwelt- und Klimaschutzinvestitionen gegangen.

Risikovorsorge in Höhe von 424 Millionen Euro aufgelöst

Das Zinsergebnis stabilisierte sich den Angaben zufolge mit 2,75 Milliarden Euro (2009: 2,65 Milliarden Euro) auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig konnte eine Risikovorsorge in Höhe von 424 Millionen Euro aufgelöst werden, die zum Konzerngewinn beitrug. 2009 war noch fast eine Milliarde Euro in die Risikovorsorge abgeführt worden.

Für das laufende Jahr rechne die Bankengruppe indes mit einer Ergebnisnormalisierung, hieß es. Erwartet werde ein Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro, betonte Schröder. Nach den Ergebnissen der ersten Monate dieses Jahres bewege sich die KfW in diesem Planungshorizont. Das Fördervolumen für 2011 werde voraussichtlich zwischen 60 und 70 Milliarden Euro liegen.

Stärkere Förderung für regenerative Energien beabsichtigt

Künftig beabsichtige die Bankengruppe, sich noch stärker in Projekte mit erneuerbaren Energien zu engagieren. Durch ihre Erfahrung in diesem Sektor fühle sich die KfW "besonders herausgefordert", hier tätig zu werden, ergänzte Schröder. Er verwies etwa auf das Engagement bei dem neuen Programm für Windkraft-Offshore-Anlagen des Bundes, das ein Gesamtvolumen von fünf Milliarden Euro hat.

Nach den Ereignissen in Japan und den Problemen mit den dortigen Atomkraftwerken rechnet Schröder mit einer steigenden Nachfrage nach Investitionsmitteln in regenerative Energie. KfW-Vorstandsmitglied Bernd Loewen wies darauf hin, dass die Bankengruppe zuletzt vor mehr als zehn Jahren den Bau eines Atomkraftwerks finanziert habe. Dabei habe es sich Mitte und Ende der 1990er Jahre um Meiler beispielsweise in China und Brasilien gehandelt.

Die Bankengruppe strebt ferner eine Vereinfachung der Antragsverfahren für ihre Kunden an. Dabei gehe es auch darum, das Produktangebot der KfW übersichtlicher, einfacher und klarer darzustellen, sagte Schröder.

(dapd )


 


 

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