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Elterngeldanspruch in Oldenburg und Osnabrück meist am höchsten

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der durchschnittliche Elterngeldanspruch im Nordwesten höchst unterschiedlich. Während der Verdienst von Frauen in Ostfriesland meist nur für eine Förderung unter 750 Euro im Monat ausreicht, können Frauen in Oldenburg und Osnabrück mit einem höheren Elterngeld rechnen.

Die Höhe des Elterngeldes ist entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen abhängig vom bisherigen Verdienst der Mütter beziehungsweise Väter. Es beträgt grundsätzlich 67% des wegfallenden monatlichen durchschnittlichen Nettogehaltes der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes; mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro. Der Mindestbetrag in Höhe von 300 Euro wird auch gezahlt, wenn vor der Geburt des Kindes kein Einkommen erzielt wurde. Der durchschnittliche Elterngeldanspruch von Vätern, die vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, lag im ersten Bezugsmonat bundesweit bei 1.131 Euro. Er war damit rund ein Drittel höher als der vergleichbare Anspruch von Müttern (844 Euro).

Bei der durchschnittlichen Höhe des Elterngeldanspruchs erwerbstätiger Väter und Mütter gab es deutliche regionale Unterschiede. Während er in drei von vier westdeutschen Kreisen bei mindestens 1.100 Euro lag, gab es in Ostdeutschland keinen Kreis, in dem dieser Wert erreicht wurde. Dort lag der durchschnittliche Elterngeldanspruch größtenteils unter 1.000 Euro. Bundesweit am höchsten war der durchschnittliche Elterngeldanspruch der vor Geburt des Kindes erwerbstätigen Väter im bayerischen Landkreis Eichstätt mit 1.355 Euro, am geringsten mit 816 Euro im thüringischen Saale-Orla-Kreis.

Auch beim durchschnittlichen Elterngeldanspruch der vor Geburt des Kindes erwerbstätigen Mütter besteht ein deutliches Ost-West-Gefälle. In Ostdeutschland bezogen sie in mehr als jedem zweiten Kreis (56%) weniger als 750 Euro, in Westdeutschland dagegen nur in jedem siebten Kreis (14%). Auf der anderen Seite hatten Mütter, die vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, in fast jedem dritten westdeutschen Kreis (31%) einen durchschnittlichen Elterngeldanspruch von 850 Euro und mehr, in Ostdeutschland dagegen nur in jedem fünfundzwanzigsten Kreis (4%). Am höchsten war der Elterngeldanspruch erwerbstätige Mütter in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf (1 060 Euro), am geringsten mit 646 Euro im niedersächsischen Landkreis Wittmund.

Im Nordwesten ist nach den Daten der Statistiker insbesondere für Mütter und Väter in den kreisfreien Städten Oldenburg und Osnabrück die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr Verdienst ausreicht, um eine Elterngeld-Förderung von durchschnittlich 850 Euro zu erhalten.

Väter meistens erwerbstätig

Der Anteil der vor der Geburt des Kindes erwerbstätigen Väter war in Ost- und Westdeutschland mit 82% beziehungsweise 83% fast gleich. Bei Müttern war der Anteil der vor der Geburt des Kindes Erwerbstätigen in Ostdeutschland mit 60% höher als in Westdeutschland mit 55%.

(Redaktion)


 


 

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