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Großbrand bei der Feuerwehr

Klatschpresse zieht Syker Feuerwehr durch den Matsch

Gleich zweimal in 14 Jahren brannte das Feuerwehrgerätehaus in Syke ab. Während man den Grund für den Brand 1994 niemals ganz herausfand, ermittelte die Polizei nun, dass der Verlust von nahezu allen Einsatzfahrzeugen und der Gesamtschaden von mindestens 3 Millionen Euro auf Brandstiftung zurückzuführen ist. Den Fall griffen zwischenzeitlich auch einige Boulevardmedien auf. Nicht zur Freude der Feuerwehrleute.

Sie sind gebrandmarkt, die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr in Syke. Ihr Brandmal, das ist ihre Feuerwache mitten in Syke, die zum zweiten Mal abgebrannt ist. Allerdings nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch Brandstiftung eines bislang unbekannten Täters. Niemand möchte sich in Syke ausmalen, was passiert wäre, wenn es während des Brandes der Feuerwache gleichzeitig noch woanders in Syke gebrannt hätte.

Klatschpresse macht sich über gescholtene Feuerwehrleute lustig

Als sei es nicht schon Alptraum genug, dass offenbar jemand aus den eigenen Reihen den Großbrand in der Feuerwache im Stadtkern von Syke gelegt hat, kommt nun ein neuer hinzu: das berüchtigte britische Klatschblatt  Daily Star und das österreichische Online-Boulevardmagazin Oe24.at betiteln die ohnehin schon gescholtenen Feuerwehrleute als "die schlechtesten Feuerwehrleute der Welt". Doch die haben gerade besseres zu tun, als auch noch als Hassobjekt herhalten zu müssen.

Feuerwehr schaut nach vorne - Stadtverwaltung beschafft neue Ausrüstung

Wie Horst Meyer, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt Syke, erklärt, hat man in den vergangenen Tagen alles daran gesetzt, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr wieder herzustellen. Brände nehmen schließlich vor abgebrannten Feuerwachen keine Rücksicht. Sie müssen trotzdem gelöscht werden. Und während derzeit Feuerwehren aus den Nachbargemeinden für den Brandschutz in Syke sorgen, kümmert man sich dort darum, dass die eigene Feuerwehr nach dem schrecklichen Ereignis wieder auf die Beine kommt.  Bereits in Kürze werden alle Feuerwehrleute wieder mit einer neuen  persönlichen Schutzausrüstung in den Einsatz gehen können. Erste Aufträge seien bereits erteilt worden, erklärt Meyer. Auch bei der Fahrzeugfrage musste man improvisieren. Deshalb habe man bei Feuerwehr-Fahrzeugherstellern angefragt, ob man Neu- oder Vorführfahrzeuge ausleihen könne. Angebote lägen bereits vor und werden nach Angaben der Stadt derzeit verglichen.

Spendenkonto eingerichtet - Polizei tastet sich langsam zum Täter vor

Mit der Versicherung , so die Stadtverwaltung, habe man sich vorerst über die Regulierung einzelner Schäden verständigt. Doch sobald der Täter ermittelt wird, kommen die Kosten in Höhe von mindestens 3 Millionen Euro auf ihn zu. Da der Verlust von Material und Gebäude deshalb womöglich an der Feuerwehr selbst hängen bleibt, hat man in Syke ein Spendenkonto eingerichtet (siehe Infobox). Der Täter muss derweil immer noch vor seiner Entdeckung zittern. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei in Diepholz, bei der sich derzeit Ermittler in Kleinstarbeit an den möglichen Täter herantasten, dauern an.

(Redaktion)


 


 

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