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Veranstaltung in Hannover

Klimaschutz durch energieeffiziente Straßenbeleuchtung

"Für die Niedersächsische Landesregierung sind die Kommunen die wichtigsten Akteure im Klimaschutz, denn Klimaschutz beginnt auf der lokalen Ebene." Mit diesen Worten hat der Niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) am vergangenen Donnerstag die Informationsveranstaltung "Energieeffiziente Straßenbeleuchtung" in Hannover eröffnet.

Mehr als 150 kommunale Vertreter aus Niedersachsen nahmen an der Veranstaltung teil, um sich über Möglichkeiten zur Reduzierung der Stromkosten und des Energieverbrauchs zu informieren.

Veraltete Technik kostet viel Geld und belastet unnötig das Klima

Das Projekt "Klimawandel und Kommunen" ist eine gemeinsame Initiative der Kommunalen Spitzenverbände und des Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz. Ein besonderer Handlungsbedarf besteht demnach beim Stromverbrauch durch die Stadtbeleuchtung. Veraltete Technik in der Straßenbeleuchtung belastet unnötig das Klima und die kommunalen Haushalte. So betragen insbesondere in kleineren Kommunen die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung oft bis zu 50 Prozent der Gesamtstromkosten. "Eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung wirkt in doppelter Hinsicht, weil sie den Klimaschutz fördert und gleichzeitig die Energiekosten erheblich senkt", betonte Dr. Hubert Meyer vom Niedersächsischen Landkreistag, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände. Vor diesem Hintergrund sei es von großer Wichtigkeit, dass die Entscheidungsträger vor Ort praxisnahe Informationen über Einsparpotentiale erhalten. Mit dem Ziel einer nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz in Niedersachsen werde die von der Landesregierung eingesetzte "Regierungskommission Klimaschutz" in enger Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden konkrete Handlungskonzepte entwickeln. Dazu Minister Sander: "Es ist Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen für eine Steigerung der Energieeffizienz zu schaffen."

"Mit dieser Veranstaltung wollen wir einen Anstoß geben, die ökonomisch und ökologisch sinnvollen Maßnahmen im Bereich der Straßenbeleuchtung umzusetzen und die entsprechenden Fördermittel auszuschöpfen", unterstrich Dr. Hubert Meyer. So sei etwa ein Drittel der Straßenbeleuchtung in Niedersachsen aufgrund der mehr als 20 Jahre alten Technologien unter energetischen und ökonomischen Gesichtspunkten dringend erneuerungsbedürftig. Kommunen wie beispielsweise Isernhagen und Springe setzen auf den sukzessiven Einbau energieeffizienter Technik. Damit lässt sich die Lichtqualität bei deutlich reduziertem Energieverbrauch verbessern.

Im ostfriesischen Hinte können die Bürger ihre Straßenbeleuchtung mit dem Handy an- und ausschalten

Die Stadt Springe hat in den Jahren 2006 und 2008 in die Erneuerung der Straßenbeleuchtung 560.000 Euro investiert – neben einer Verbesserung der Beleuchtungsqualität spart sie jährlich Energie von rund 130.000 Euro ein. Ganz andere Wege geht die kleine ostfriesische Gemeinde Hinte: Hier können Bürger nach 23 Uhr die Straßenbeleuchtung per Handy ein- und ausschalten. Über Fördermöglichkeiten für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung informierte das Deutsche Institut für Urbanistik (difu).

Das Projekt "Klimawandel und Kommunen" wird gefördert von Unternehmen aus der Energie- und der Finanzwirtschaft. Nähere Informationen zum Projekt unter http://www.kuk-nds.de Die Vorträge der Veranstaltung finden Sie hier

(Redaktion)


 


 

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