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Klinikum Bremen-Mitte

Nach Keimbefunden Aufnahmestopp auf der Frühgeborenen-Intensivstation

Auf der Frühgeborenen-Intensivstation des Klinikums Bremen-Mitte ist am Freitag bei einem dritten Kind ein resistenter Keim nachgewiesen worden. Dort waren am Donnerstag im Rahmen einer Routineuntersuchung bei zwei Kindern resistente Keime, sog. ESBL-Klebsiellen, entdeckt worden. Ein dritter Befund, der am Donnerstag zunächst noch nicht vor lag, fiel nun ebenfalls positiv aus.

Nach Angaben des Klinikums verliefen die Tests bei anderen Kinder auf der Station negativ. Sie seien nicht von dem Keim betroffen. Die Geschäftsführung der Trägergesellschaft Gesundheit Nord hat die Geschäftsführung des Klinikums Bremen-Mitte am Freitag angewiesen, aus Sicherheitsgründen einen vorübergehenden Aufnahmestopp für die Frühgeborenen-Intensivstation zu verhängen. Abgestimmt wurde die Maßnahme mit dem Bremer Gesundheitsressort. Auch das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene in Freiburg ist am Donnerstag von der Geschäftsführung der Gesundheit Nord hinzugezogen worden und war vor Ort. 

Derzeit wird noch untersucht, ob es sich bei den drei Befunden um Keime eines identischen Stammes handelt. Unabhängig davon sind nach Angaben des Klinikums bereits am Donnerstag vorsorglich umfangreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt worden um eine mögliche weitere Ausbreitung zu verhindern. Auch auf der betroffenen Station sind demnach bereits Proben gezogen worden. Die betroffenen Kinder sind inzwischen von den übrigen Kindern getrennt und in isolierte Zimmer verlegt worden. Auch das Personal, das diese Kinder betreut, wird laut Klinikum streng von den anderen Patienten getrennt.

Proben an Bochumer Speziallabor geschickt

Die drei betroffenen Kinder sind Frühgeborene, die alle im Klinikum Bremen-Mitte zur Welt kamen. Zwei von ihnen gelten als sehr stabil und weisen keinerlei Infektionsanzeichen auf. Das dritte Kind ist ein sehr kleines Frühgeborenes. Ob die nachgewiesenen Keime identisch sind, also tatsächlich den gleichen Stamm haben, soll nun eine weitere Analyse des Nationalen Referenzzentrums für gramnegative Krankenhauserreger (NRZ) in Bochum zeigen. Die entsprechenden Proben seien bereits an die Ruhr-Uni Bochum geschickt worden, teilte das Klinikum am Freitag mit. Die Ergebnisse werden erst in ca. 3 Wochen erwartet. Derzeit sei auch nicht klar, ob es sich um den gleichen Keimstamm wie im vergangenen Jahr handelt. 

Im August und Oktober 2011 waren im Klinikum Bremen-Mitte mindestens 3 Frühgeborene infolge einer Infektion mit multiresistenten, sog. ESBL-bildenden Darmkeimen gestorben (business-on.de berichtete).

(Redaktion)


 


 

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