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Winterdienste vorbereitet

Kommunen in Niedersachsen haben kräftig in Streusalz und Salzlager investiert

Die Kommunen und Straßenmeistereien in Niedersachsen haben offenbar aus den beiden vergangenen Winterperiosen Konsequenzen gezogen. Tage und zuweilen wochenlang blieben die Straßen in den Jahren 2009 und 2010 ungestreut, weil das Streusalz ausgegangen war und die Hersteller nicht mit der Nachlieferung hinterher kamen. Auf den Straßen herrschten teils chaotische zustände.

In Niedersachsen haben laut einer Umfrage des Radioprogramms NDR Info 35 der 47 Landkreise und kreisfreien Städte mehr Streusalz zur Verfügung und zum Teil ihre Lagerkapazitäten ausgeweitet. In 14 Landkreisen werden die Straßen von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr betreut. Die hat durch zusätzliche zentrale Lager den Vorrat für Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen auf 150.000 Tonnen mehr als verdoppelt. 15 Landkreise haben auch neue Lagerhallen oder Siloanlagen in Betrieb genommen oder zusätzlich angemietet. In Einzelfällen kann damit doppelt so viel Streusalz gelagert werden wie im vergangenen Jahr.

Die Hamburger Stadtreinigung hat nach eigenen Angaben ihre Silos mit 27.000 Tonnen Streusalz gefüllt, was fast einer Verdoppelung gegenüber dem vorigen Winter entspricht.

In Schleswig-Holstein können acht der 15 Landkreise und kreisfreien Städte auf mehr Streusalz zurückgreifen. Auch hier übernimmt der Landesbetrieb für Straßenbau in einigen Landesteilen die Räumung der Kreisstraßen, so dass die Kommunen von dem leicht vergrößerten Salzvorrat profitieren. In eine neue Lagerhalle haben allerdings nur die Stadt Flensburg und der Landkreis Steinburg investiert.

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich im Vergleich zum Vorjahr am wenigsten getan. In dem Bundesland verfügen nur die Kreise Nordwestmecklenburg und Vorpommern-Greifswald über größere Vorräte.

Niedersächsische Kommunen haben im Ergebnis am umfangreichsten in einen besseren Winterdienst investiert. Dort gibt es allerdings auch ein Negativ-Beispiel: die Region Hannover hat sogar ein Streusalzlager aufgegeben und kann daher 300 Tonnen Streusalz weniger bevorraten als im vergangenen Winter.

Doch auch beim Winterdienst gibt es Sorgen:  Einige Verantwortliche fürchten offenbar, dass ihnen die Verschwendung von Steuergeld vorgeworfen wird, wenn die größeren Streusalzmengen wegen eines milderen Winters wider erwartend nicht benötigt werden sollten. Harte Winter wie in den vergangenen Jahren blieben bislang die Ausnahme.

(Redaktion)


 


 

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