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EZB-Präsident äußert sich skeptisch zu Konjunktur - Dax stürzt auf Jahrestief

Der Dax fällt weiter ins Bodenlose: Am Donnerstag stürzte der Leitindex bis zum späten Nachmittag um fast 250 Punkte auf ein neues Jahrestief bei 6.392 Zählern. Auslöser für die Verkaufswelle waren Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet. Er hatte die Unsicherheit für die Konjunktur als "ungewöhnlich hoch" bezeichnet und zugleich wegen der anhaltend hohen Inflation weitere Leitzinserhöhungen angedeutet. Das aber wird am Markt als Gift für die Konjunktur bewertet.


Der Dax ist bereits den siebten Handelstag in Folge im Sinkflug. Zuletzt hatten vor allem der US-Schuldenstreit und schwache Konjunkturdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt die Märkte belastet.

Den bisherigen Tiefstand von 6.483 Punkten hatte der Dax nach der Atomkatastrophe von Fukushima im März erreicht. Am Donnerstag startete das Börsenbarometer zunächst freundlich, mit den Äußerungen Trichets auf der Pressekonferenz nach dem EZB-Zinsbeschluss kannte der Dax aber kein Halten mehr. Die 30 Werte brachen auf breiter Front ein.

Die gegenläufige Entwicklung wurde beim Goldpreis beobachtet: Er stieg einmal mehr auf ein Allzeithoch bei 1.681,90 Dollar je Feinunze (etwa 31 Gramm). Von Händlern hieß es, Anleger flüchteten mit den sich eintrübenden Konjunkturaussichten in die Krisenwährung.

(dapd )


 


 

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